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Bundesrat Deiss gedenkt der Opfer von Luxor

Im Gedenken an die Opfer des Attentats vom November 1997 hat Bundesrat Joseph Deiss am Montag (28.02.) im ägyptischen Luxor einen Kranz niedergelegt. Durch die würdige Feier solle gezeigt werden, dass die Erinnerung nie verloren gehe, sagte Deiss.

Dieser Inhalt wurde am 28. Februar 2000 - 17:59 publiziert

Im Gedenken an die Opfer des Attentats vom November 1997 hat Bundesrat Joseph Deiss am Montag (28.02.) im ägyptischen Luxor einen Kranz niedergelegt. Durch die würdige Feier solle gezeigt werden, dass die Erinnerung nie verloren gehe, auch wenn die Normalität zurückkehre, sagte Deiss im Anschluss an die schlichte Zeremonie vor dem Hatschepsut-Tempel.

An der privaten Gedenkfeier inmitten zahlreicher Touristen nahmen neben dem Schweizer Aussenminister unter anderem seine Frau Elisabeth, die beiden Nationalräte Hans Widmer (SP/LU) und Ulrich Fischer (FDP/AG), der Schweizer Botschafter in Ägypten, Blaise Godet, sowie in Luxor lebende Schweizerinnen und Schweizer teil.

"La memoire des victimes de l'attentat du 17 novembre 1997" (Im Gedenken an die Opfer des Attentats vom 17. November 1997) stand auf den beiden rotweissen Bändern, die über den hüfthohen Kranz gezogen waren. Der Kranz mit roten und weissen Blüten wurde an die linke Seite der Rampe unter der so genannten Esplanade aufgestellt.

Zurück zu unbelasteten Beziehungen

An dieser Stelle waren die meisten Opfer zu beklagen, als militante Islamisten vor gut zweieinviertel Jahren insgesamt 62 Menschen erschossen, darunter 36 Touristen aus der Schweiz.

Deiss bekräftigte seine Hoffnung, dass Ägypten und die Schweiz nun zu ihren traditionell freundschaftlichen Beziehungen zurückkehren könnten. Er wies auch darauf hin, dass auch Ägypten unter den Folgen des Massakers gelitten habe. So sei der Ruf des Landes schwer geschädigt worden und in der Folge seien die ausländischen Touristen für längere Zeit ausgeblieben.

Nach dem Massaker waren die gegenseitigen Beziehungen unter anderem durch die Frage belastet worden, ob Ägypten die Opfer oder ihre Angehörigen entschädigen solle. Dazu sagte Deiss, trotz mehrerer Vorstösse der Schweiz hätten die ägyptischen Behörden diesen Wunsch abgelehnt. Als Grund sei angegeben worden, man befürchte einen Präzedenzfall.

Haltung von Kairo wird akzeptiert

Diese Haltung müsse hingenommen werden. Dies falle nun leichter, denn er habe den Eindruck, dass die betroffenen Familien durch Einrichtungen in der Schweiz zufriedenstellend entschädigt würden.

Zufrieden zeigte sich der Vorsteher des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit den Sicherheitsmassnahmen in den Touristengebieten Ägyptens. Es sei beruhigend zu sehen, dass aus dem Massaker Lehren gezogen worden seien.

Eine weitere Abschwächung der Reisewarnung für Ägypten sei aber nicht notwendig, sagte Deiss weiter. Die Empfehlung, in der das EDA von Reisen in mehrere Regionen Mittelägyptens abrät und allgemein zur Vorsicht mahnt, sei von den ägyptischen Behörden auch nicht beanstandet worden.

Nach der Zeremonie kehrte Deiss in die ägyptische Hauptstadt Kairo zurück. Dort will er am Dienstag (29.02.) eine regionale Botschafterkonferenz eröffnen und danach nach Syrien und in den Libanon weiterreisen.

SRI und Agenturen

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