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Bundesrat ist gegen Entlassungen bei der Swisscom

Der Bundesrat erwartet von der Swisscom eine sozialverträgliche Durchfühung des vorgesehenen Abbaus von 3000 Stellen. Wie Bundesrat Leuenberger erarbeitet der Bund ein Massnahmenpaket für vom Abbau besonders stark betroffene Regionen.

Dieser Inhalt wurde am 05. April 2000 - 18:30 publiziert

Der Bundesrat erwartet von der Swisscom, dass der vorgesehene Abbau von 3000 Stellen möglichst sozialverträglich durchgeführt wird. Wie Bundesrat Moritz Leuenberger am Mittwoch (05.04.) vor den Medien erklärte, erarbeitet der Bund ein Massnahmenpaket für vom Abbau besonders stark betroffenen Regionen.

Grosse Beachtung schenkt der Bundesrat laut Leuenberger den Auswirkungen des Stellenabbaus in den Randregionen. Die von seinem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) noch zu erarbeitenden flankierenden Massnahmen würden mit den Mitteln finanziert, die der Bund als Hauptaktionär der Swisscom und aus dem Verkauf der Telekommunikationskonzessionen erhalte.

Erarbeitet werde auch eine gross angelegte Offensive im Bereich der Umschulung und Weiterbildung in der Informatik, da in der Schweiz ein grosser Mangel an entsprechenden Fachleuten herrsche. Wie umfangreich diese Massnahmen sind und wieviel der Bundesrat dafür einsetzen will, sagte Leuenberger nicht. Es werde ein Bruchteil der Einnahmen in Milliardenhöhe sein, die der Bund aus dem Konzessionsverkauf tätige.

Die Swisscom sei ein typisches Beispiel für einen sehr schnellen Strukturwandel. Es sei undenkbar und auch nicht Absicht des Bundesrates, diesen aufzuhalten. Die Konkurrenz im Bereich der Telekommunikation sei vom Gesetzgeber gewollt.

Die Marktanteilsverluste und die massiven Tarifsenkungen führten dazu, dass die Swisscom ihre Kosten senken müsse, zeigte Leuenberger Verständnis für die Absichten der Konzernleitung. Der Staat müsse nun mit Aus- und Weiterbildungsmassnahmnen dafür sorgen, dass der Wandel sozialverträglich ablaufe.

swissinfo und Agenturen

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