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Bundesrat trifft König

Eine angenehme Begegnung mit dem König Buthans.

(Keystone)

Aussenminister Joseph Deiss diskutierte mit Buthans König Jigme Singye Wangchuk auch heikle Themen wie Menschenrechte.

Das Gespräch mit dem König sei sehr hochstehend gewesen, zog Deiss nach dem Treffen in der Hauptstadt des Himalajastaates, Thimphu, Bilanz. Neben dem UNO-Beitritt der Schweiz seien auch Sicherheitsfragen Bhutans thematisiert worden, wie zum Beispiel die Einfälle von indischen Separatisten im Süden des Landes.

Aussenminister Deiss liess sich auch über die Demokratisierung informieren, welche der König 1998 eingeleitet hatte. Heute teilt dieser die Macht mit der Regierung und dem Parlament. Der König pflegt einen einfachen Lebensstil und führt die behutsame Modernisierungspolitik seines Vaters weiter.

Daneben besprach Deiss wirtschaftliche Fragen. Dabei ging es laut dem Bundesrat vor allem um die in der schweizerisch-bhutanischen Beziehung zentrale Entwicklungs-Zusammenarbeit.

Engere bilaterale Beziehung

Am Freitag hatte sich Deiss bei Gesprächen mit bhutanischen Regierungs-Mitgliedern für engere bilaterale Beziehungen mit dem Königreich ausgesprochen. Er erhoffe sich von seinem Besuch eine Ausweitung der Beziehungen über die Entwicklungs-Zusammenarbeit hinaus, erklärte der Schweizer Aussenminister.

Deiss hatte nach seinen offiziellen Treffen am Freitag ein Abkommen unterschrieben, in dem die Schweiz 7 Mio. Franken für den Ausbau des Lehrerseminars in Paro zusagt. Bei seiner Ankunft in Bhutan war er in der mit Schweizer Hilfe in den 90er Jahren gebauten Institution mit einer farbenfrohen Zeremonie empfangen worden.

Erster Bundesrat in Bhutan

Deiss ist der erste Bundesrat, der das lange abgeschottete buddhistische Königreich besucht. Die Schweiz nimmt dort in der Entwicklungs-Zusammenarbeit eine Pionierrolle ein. In den 60er Jahren wurde auf private Schweizer Initiative in Bhutan zunehmend Käse produziert.

In den 70er Jahren übernahm die private Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas die bereits bestehenden Projekte. 1983 stieg auch die offizielle Schweiz in Bhutan ein, das mittlerweile ein Schwerpunktland der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ist und wofür 2002 gegen 6 Mio. Franken budgetiert sind.

Nach Afghanistan und Pakistan (siehe Link) ist das Königreich im Himalaja die dritte Station auf der Südasien-Reise des Schweizer Aussenministers. Nach Bhutan besucht Deiss ab Sonntag zum Abschluss seiner Südasienreise Indien.

swissinfo und Agenturen

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