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Cablecom: Wasser am Hals

Wohin? Der Cablecom fehlt Geld.

(Keystone Archive)

Dem Kabelnetzbetreiber Cablecom droht Zahlungsunfähigkeit. Bis Ende Monat müssen die Banken ihre Kredite im Umfang von 3,5 Mrd. Franken verlängern.

Wenn die Banken die Finanzierung nach Ende April nicht gewährten, müsste die Cablecom Nachlassstundung beantragen. "Wir sind aber zuversichtlich, dass die Banken grünes Licht geben", sagte Konzernchef Rudolf Fischer der Nachrichtenagentur sda. Entsprechende Gespräche seien seit mehreren Wochen im Gange.

1,5 Mio. Kunden in der Schweiz

Nach eigenen Angaben verfügt der Kabelnetzbetreiber Cablecom in der Schweiz über 1,5 Mio. Kunden. Das Unternehmen konkurriert auch die Swisscom im Bereich Breitband-Internetanschlüsse. Swisscom, die an Cablecom nicht uninteressiert ist, käme erneut in eine Monopolposition, falls sie den Kabelnetzbetreiber aufkaufen dürfte.

Es sei richtig, dass "gewisse Tochtergesellschaften Ende 2001 überschuldet gewesen waren." Zusammen mit den Revisoren und den finanzierenden Banken sei dieses Problem jedoch inzwischen gelöst worden. Es stimme ebenfalls, dass die Cablecom im 1. Quartal 2002 einige Bedingungen der Bankfinanzierung verletzt habe.

Dabei gehe es um technische und formelle und nicht um finanzielle Aspekte wie Zinszahlungen, sagte Fischer weiter. Die Banken müssten nun diese Verstösse bis Ende April durch eine Verzichtserklärung formell akzeptieren, damit die Finanzierung weiterlaufe.

Mutterhaus NTL hat Probleme

Bisher sei er davon ausgegangen, dass seine Firma von den Wirren um die Restrukturierung des Mutterhauses NTL nicht direkt betroffen sei, fügte Fischer an.

In den Verhandlungen zwischen NTL, den Banken und den Obligationären sei die Bedeutung der Cablecom heute erheblich höher als noch vor einigen Wochen, räumte Fischer ein.

Geschäftsleitungsmitglied Roy Simmonds bestätigte entsprechende Meldungen der "NZZ am Sonntag" und der "SonntagsZeitung". Cablecoms Verbindlichkeiten hätten per Ende 2001 die Aktiven überstiegen, hiess es demnach in einem Bericht der Muttergesellschaft NTL an die amerikanische Börsenaufsicht Securities an Exchance Commission (SEC).

In der Schweiz sind unzählige Haushalte am Kabelnetz angehängt. TV- und Radioprogramme kommen traditionell übers Kabelnetz, nicht nur über Äther oder Satellitenschüssel ins Wohnzimmer. Dieses bestehende Kabelnetz lässt sich seit dem Aufkommen des Internets nun auch in beide Richtungen nutzen.

swissinfo und Agenturen


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