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Crossair bezeichnet jüngste Pannen-Serie als "unglücklichen Zufall"

Am 13. Juli kam eine Crossair-Maschine bei der Landung in Zürich-Kloten von der Piste ab; eine von mehreren Crossair-Pannen in den letzten Wochen. Keystone

Die zur SAirGroup gehörende Regionalfluggesellschaft Crossair ist in der vergangenen Woche von mehreren Pannen betroffen gewesen. Die Häufung solcher Vorfälle sei zwar unglücklich, könne aber immer wieder einmal vorkommen, heisst es bei Crossair.

Dieser Inhalt wurde am 16. Juli 2000 - 14:20 publiziert

Die Crossair habe wie auch andere Fluggesellschaften eine Zuverlässigkeit von 99 Prozent, sagte Crossair-Sprecher Andreas Schwander am Sonntag (16.07.) auf Anfrage: Bei jedem hundertsten Flug könne es also zu einer Störung kommen. Im Durchschnitt heisse das aber, dass fast jeden Tag ein Vorfall möglich sei.

Zwischenlandung in Genf

Zuletzt hatte am Freitagmorgen (14.07.) eine Saab 2000 der Crossair wegen einer Triebwerkstörung den Flug Basel-Barcelona in Genf unterbrechen müssen. Die 46 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Sie wurden mit einigen Stunden Verspätung in einem anderen Flugzeug nach Barcelona geflogen.

Theoretisch kann eine Saab 2000 mit nur einem Triebwerk fliegen, wie Daniel Teysseire, Sprecher des Flughafens Genf-Cointrin, am Samstag dazu sagte. In einem solchen Fall sei es am Piloten zu entscheiden, ob er den Flug fortsetzen wolle oder nicht.

Ein Dutzend abgesagte Flüge

Schwander bestätigte Angaben der "Sonntagszeitung", wonach am Samstag sechs der insgesamt 85 Crossair-Maschinen zur Reparatur im Hangar standen. Rund ein Dutzend Füge hätten letzte Woche abgesagt werden müssen.

Diese Zahl sei aber nicht allzu aussergewöhnlich; es habe schon Perioden mit noch mehr annullierten Flügen gegeben, so der Crossair- Sprecher. Die betroffenen Passagiere würden jeweils umgebucht. Sie müssten meist mit einem früheren oder späteren Flug Vorlieb nehmen.

70 Mechaniker gesucht

Bedarf besteht bei Crossair an Mechanikern. Rund 70 zusätzliche Mechaniker könnten gebraucht werden. Das sei ein Problem, das schon länger bekannt sei, sagte Schwander zu einer Meldung im "SonntagsBlick".

Zusätzlich stelle sich für Crossair die Schwierigkeit, dass man mit der "Saab 2000" ein etwas "exotisches" Flugzeug habe: Nur wenige Mechaniker seien darauf lizensiert. Die Crossair müsse deshalb praktisch alle Leute selbst ausbilden.

Einen Zusammenhang der Pannenserie mit dem knappen Bestand an Mechanikern sieht Schwander aber nicht: Das zeige auch die Tatsache, dass die aufgetretenen Störungen ganz unterschiedliche Ursachen gehabt hätten.

Landungsproblem

Am Donnerstag (13.07.) war ein Crossair-Jumbolino bei der Landung in Zürich von der Piste abgekommen. Die 39 Personen an Bord der aus Düsseldorf kommenden Maschine überstanden den Zwischenfall unverletzt.

Ausserdem hatten in den vergangenen Tagen zwei weitere Flugzeuge ausserplanmässig auf dem Crossair-Heimatflughafen Basel-Mülhausen landen müssen.

In einem Fall hatte eine "Saab 2000", die auf dem Flug Zürich-Genua war ihr Fahrwerk nicht einziehen konnte. Am Samstag vor einer Woche (08.07.) hatte eine Saab den Flug Zürich-Hannover wegen Triebwerkproblemen unterbrochen. Auf dem Flug hatte sich auch die Schweizer Justizministerin, Bundesrätin Ruth Metzler, befunden.

swissinfo und Agenturen

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