Der Expo.02 droht der Konkurs

Expo-Präsident Steinegger warnt vor einem Expo-Grounding. Keystone Archive

Sollte das Parlament den Expo-Kredit von 120 Mio. Franken ablehnen, droht laut Expo-Präsident Franz Steinegger ein Konkurs und Kosten in der Höhe von 900 Millionen.

Dieser Inhalt wurde am 25. Februar 2002 - 12:15 publiziert

Wenn die längerfristige Finanzierung der Expo.02 nicht gesichert sei, könnten die Banken die Darlehen ab Juni aufkünden, sagte Steinegger in einem Interview mit der "Berner Zeitung". Die Expo würde in diesem Fall vermutlich schon früher ihre Tätigkeit beenden.

Die Folgekosten eines Konkurses schätzt Steinegger auf 900 Mio. Franken. Er begründet dies mit "den Hunderten von Verträgen und Verpflichtungen", welche die Landesausstellung eingegangen sei.

Warnung vor Expo-Grounding

Sobald die Expo jedoch gestartet sei, reduzierten sich die Folgekosten, sagte Steinegger. Die 120 Mio. Franken, über welche das Parlament befinden müsse, seien deshalb gut angelegtes Geld.

Er werde seine Aufgabe als Expo-Präsident auch weiter ordnungsgemäss wahrnehmen, wenn der Kredit vom Parlament abgelehnt werde, sagte Steinegger. Im Gegensatz zur Swissair hätte die Landesausstellung dann aber rechtzeitig vor einem Expo-Grounding gewarnt.

Am Wochenende hatten SVP, CVP und Grüne an ihren Fraktionssitzungen ihren Widerstand gegen ein zusätzliches Expo-Darlehen bekräftigt.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen