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Der Vergleich Roche - Novartis

Der Pharmakonzern Novartis hat letztes Jahr im Urteil von Analysten seinen Konkurrenten Roche geschlagen. Die industrielle Leistung wie die Börsenentwicklung sei bei Novartis besser gewesen. Gleichwohl sei das Entwicklungspotenzial von Roche intakt.

Mit einem Konzerngewinn von 7,2 Mrd. Franken (+8 Prozent) im Jahr 2000 liegt Novartis zwar hinter Roche mit 8,6 Mrd. Fr. (+50 Prozent). Der Gewinn von Roche wurde aber dank ausserordentlichen Faktoren nach oben gedrückt, namentlich wegen des Verkaufs von Genentech-Anteilen, der netto 2,5 Mrd. Franken brachte.

Roche enttäuschte im Pharmabereich

Analysten und Händler richten ihre Augen denn auch weniger auf den Konzerngewinn, sondern vielmehr auf die Ergebnisse der einzelnen Divisionen, insbesondere des Pharmabereichs.

"In der Pharma-Division enttäuschte Roche mit einem Umsatzplus von nur 1 Prozent in Lokalwährungen, während Novartis ein Plus von 7 Prozent verzeichnete", sagte Michel Thierrin, Analyst bei Bordier & Cie, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Analysten begründen das schwache Umsatzwachstum von Roche mit der Antifett-Pille Xenical, die die Zahlen 1999 noch nach oben gedrückt habe. Letztes Jahr sei der Umsatz deutlich abgeflacht. "Xenical erklärt aber nicht alles", sagte Thierrin. Roche habe auch unter der Tatsache gelitten, dass die Patente zahlreicher Medikamente abgelaufen seien.

Novartis kurzfristig interessanter

Mit Blick auf die Produkte-Pipeline wird Novartis von Analysten besser bewertet. "Novartis hat mehr Produkte bereit", sagte Eric Parisod von der Waadtländer Kantonalbank (BCV).

Die Folge: "Novartis wird von Investoren mit einem kurzfristigem Anlagehorizont bevorzugt", erklärte Andrew Fellows von der Bank Pictet & Cie. Die BCV bestätigte diese Beobachtung.

Roche erwartet laut eigenen Angaben in der zweiten Jahreshälfte 2001 wieder eine Beschleunigung der Pharmaverkäufe dank neuer Produkte. Mittel- und langfristig gesehen, also über eine Dauer von zwölf oder mehr Monaten, habe Roche denn auch durchaus ein Potenzial, zeigte sich Parisod überzeugt.

Novartis im Plus, Roche im Minus

"Im Roche-Abschluss 2000 gibt es helle und dunkle Seiten. Die Märkte sehen gegenwärtig nur die dunklen", sagte Parisod. "Doch diese Wahrnehmung wird sich im Lauf des Jahrs ändern."

swissinfo und Agenturen

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