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Deutsche ReWe will sich an Ferienflieger LTU beteiligen

SAir sucht seit längerer Zeit einen Partner für den sanierungsbedürftigen Ferienveranstalter LTU. Keystone

Die SAirGroup hat offenbar einen Partner für die deutsche Ferienfluggesellschaft LTU gefunden. Die Verhandlungen mit dem Kölner Handelsriesen ReWe befinden sich im Endstadium.

Dieser Inhalt wurde am 20. August 2000 - 17:45 publiziert

Angaben über die geplanten Beteiligungsverhältnisse wollte der Sprecher am Sonntag (20.08.) gegenüber der Nachrichtenagentur sda aber nicht machen. Die SAirGroup werde nach Abschluss der Verhandlungen informieren, sagte Klaus. Die Gruppe gibt am Dienstag ihre Halbjahreszahlen bekannt.

Airtours nicht mehr im Rennen

Die SAirGroup hatte 1998 eine 49,9-prozentige Beteiligung an der Düsseldorfer Flug- und Reisegesellschaft LTU übernommen. Weitere Beteiligungen halten der Familienkreis der Unternehmensgründer (39,9 Prozent) und die Westdeutsche Landesbank (10,2 Prozent).

Wenn die Partnerschaft zustande kommt, werden künftig nur noch SAir und ReWe an LTU beteiligt sein. An einer Beteiligung interessiert war nebst ReWe auch der britische Touristikkonzern Airtours. Laut "Financial Times" brach das Unternehmen die Gespräche mit der SAir jedoch ab.

200 Millionen Franken Kosten

SAir sucht seit längerer Zeit einen Partner aus dem Tourismussektor für den sanierungsbedürftigen viertgrössten deutschen Ferienveranstalter. Im laufenden Jahr wird das Engagement bei LTU die SAir gemäss früheren Angaben von Konzernchef Philippe Bruggisser rund 200 Millionen Franken kosten.

Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte LTU ein Minus von 250 Mio. Mark (rund 200 Mio. Franken). Das Unternehmen soll in ein bis drei Jahren saniert sein. Mit einem starken Partner dürften die Chancen steigen, dass sich die LTU-Beteiligung für die SAirGroup auszahlt.

Allianz Swissair-British Airways "reine Spekulation"

Laut einem Bericht der britischen Zeitung "Mail on Sunday" erwägt Swissair eine Allianz mit British Airways. SAir-Sprecher Hans Klaus bezeichnete die Angaben am Sonntag als "reine Spekulation".

Swissair ziehe in Erwägung, der britischen Fluggesellschaft eine Allianz vorzuschlagen, schreibt die Zeitung. Dies könnte die Fusionsverhandlungen zwischen British Airways und der niederländischen KLM gefährden.

Die Schweizer Fluggesellschaft habe eine Studie in Auftrag gegeben, welche die Vorteile einer Zusammenarbeit zwischen Swissair und British Airways aufzeige, heisst es weiter. Laut der Studie wäre Swissair für British Airways der bessere Partner als KLM.

"Gespräche werden immer geführt"

SAir-Sprecher Hans Klaus dementierte gegenüber der Nachrichtenagentur sda diese Angaben. An den Spekulationen sei nichts dran, sagte er. Es existiere auch keine solche Studie. "Gespräche" führe man allerdings mit vielen Airlines, fügte er an. British Airways hatte laut "Mail on Sunday" kommentiert: "Wir sprechen immer mit allen Fluggesellschaften".

KLM will gemäss früheren Angaben Ende September formal den Plan für die Fusion mit British Airways bei der EU anmelden. KLM und British Airways verhandeln seit Anfang Juni über eine Zusammenlegung der Geschäftsbereiche. Ursprünglich setzten sie sich eine Frist bis Ende Juli für den Abschluss der Gespräche.

swissinfo und Agenturen

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