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Die Frau, die die CVP aus der Krise führen soll

Auf Doris Leuthard wartet eine schwierige Aufgabe: Die frischgebackene CVP-Präsidentin soll die Partei aus der grössten Krise ihrer Geschichte führen.

Die 41-jährige Nationalrätin aus dem Aargau hat auf dem nationalen Politparkett eine kurze, aber steile Karriere hinter sich – ein Porträt.

Doris Leuthard wurde 1999 mit einem Spitzenresultat in den Nationalrat gewählt. Seit Mai 2001 ist sie Vizepräsidentin der CVP Schweiz, seit vergangenem Januar leitet sie die Partei interimistisch. In beiden Fällen war sie auch als Präsidentin im Gespräch, doch sie sagte jeweils aus beruflichen Gründen ab.

Hoffnung auf Aufbruch

Schliesslich hat sie sich aber für die Kandidatur um die Parteispitze entschlossen. Der parteiinterne Erneuerungsprozess stimme sie sehr positiv, und sie spüre eine Aufbruchstimmung in den Kantonen, sagte sie nach ihrem Entscheid. Nun richten sich die Hoffnungen und Erwartungen zum Wiederaufschwung der Partei auf sie.

Zu Hilfe kommen dürfte ihr dabei, dass sie zu den zur Mitte hin orientierten Kräften in der Partei zählt und als loyale Vertreterin ihrer Fraktion gilt. Sie selbst hat sich drei Ziele gesteckt: den Reformstau in der Schweizer Politik zu überwinden und die CVP als wirtschaftsfreundliche Partei mit sozialer Verantwortung sowie als Familienpartei zu profilieren.

Zielstrebige Aufsteigerin

Das politische Metier erlernt hat die Rechtsanwältin aus Merenschwand, deren Vater schon CVP-Grossrat war, in ihrer engeren Heimat: Von 1993 bis 2000 war sie Schulrätin des Bezirks Muri und von 1997 bis 2000 Aargauer Grossrätin. Innert kürzester Zeit rückte sie dabei ins politische Scheinwerferlicht.

So wurde sie bei den Wahlen von 1999 nicht nur auf Anhieb bestgewählte Nationalrätin im Kanton. Von ihrer Partei immer wieder medienwirksam in Szene gesetzt, kandidierte sie gleichzeitig auch für den Ständerat. Dort unterlag sie aber Thomas Pfisterer von den Freisinnigen (FDP). Im vergangenen Jahr wurde Doris Leuthard als Nationalrätin bestätigt.

Kommissionen und Mandate

Im Nationalrat gehört sie der Kommission für Wirtschaft und Abgaben sowie jener für Rechtsfragen und der Gerichtskommission an. Zudem präsidiert sie die Schweizerische Lauterkeitskommission und das Stiftungsforum Fastenopfer und gehört den Verwaltungsräten der Neuen Aargauer Bank und der Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg sowie dem Mitgliederrat der Krankenkasse CSS an.

swissinfo und Agenturen

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