Die Schweiz braucht Freunde

Eine neue Stiftung will das Image der Schweiz in der Welt verbessern. "Swiss Foundation on World Affairs" wird Anfang nächsten Jahres ihren Sitz in Washington eröffnen. Unterstützt wird sie sowohl von privater Seite als auch vom Bund.

Dieser Inhalt wurde am 19. November 2000 - 15:37 publiziert

Alt-Staatssekretär Edouard Brunner und Unternehmer David de Pury sind zwei der Initiatoren der neuen Stiftung. Sie soll über die weltweiten Aktivitäten der Schweiz berichten und informieren. Denn, so Brunner, die Welt weiss zu wenig über die zahlreichen Aktivitäten der Schweiz.

Es habe sich nicht zuletzt bei der Nazigold-Affäre gezeigt, dass man kaum etwas über die Schweiz wisse, sagt Brunner. Niemand habe sich damals für unser Land eingesetzt. Dabei leiste die Schweiz sehr viel Gutes und Vorbildliches.

Washington, erklärt der ehemalige Staatssekretär, habe man als Standort gewählt, weil hier Weltpolitik gemacht werde. Es gehe nicht um bilaterale Beziehungen, sondern um das Bild der Schweiz in der Welt.

Breitgefächertes Veranstaltungsprogramm

In Seminaren und Konferenzen sollen beispielsweise die humanitäre Hilfe der Schweiz, ihre politische Tätigkeit, ihre Aktionen in Bosnien und Kosovo, ihr Engagement in Osteuropa, ihr weltweiter Einsatz für die Demokratie oder im Rahmen der OSZE und des Europarates vorgestellt werden.

Unterstützt wird die neue Stiftung von privater Seite, wie beispielsweise der Genfer Bankier-Vereinigung oder der PubliGroup, wie auch vom Bund. Die noch junge Organisation zur nationalen Imagepflege, "Präsenz Schweiz", ist als Minderheits-Partnerin vorgesehen.

Ein Direktor für die Stiftung wird noch gesucht. Im Gespräch ist der ehemalige CVP-Generalsekretär, Botschafter Raymond Loretan.

Ähnliches bereits in Boston

Vor knapp einem Jahr hat der Bund das sogenannte "Swiss House" in Boston gegründet. Auch dort setzt man sich für eine Imageverbesserung im mächtigsten Land der Welt ein. Allerdings will das "Swiss House" Kontakte vor allem auf wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene fördern.

Carole Gürtler

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