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Die Schweiz in der UNO

Lange vor dem 10. September 2002 war die Schweiz im System UNO aktiv.

Dieser Inhalt wurde am 06. September 2002 - 07:54 publiziert

Nun stösst sie auch in den Kern der Organisation vor.

Vor dem 10. September

Seit langem macht die Schweiz als ganz normales Mitglied mit allen Rechten und Pflichten in Spezialorganisationen der UNO mit, die von ihrem rechtlichen Status von der UNO getrennt sind. So in der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Weltgesundheits-Organisation (WHO), der Internationalen Union der Telekommunikation (ITU), der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) sowie der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), um nur einige der bekanntesten zu nennen.

Die Schweiz ist auch in der Mehrheit der Fonds und Programme vertreten wie dem Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR), dem Kinder-Hilfswerk (UNICEF), dem Programm für Umwelt (UNEP), dem Programm für Entwicklung (UNDP) und anderen Institutionen, welche der Zentralverwaltung der UNO angegliedert sind.

Die Schweiz ist auch Vollmitglied in den Finanz-Institutionen IWF und Weltbank. Nicht zu vergessen ist auch die Teilnahme am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.

Als Nicht-Mitglied der UNO hat die Schweiz bloss Beobachterstatus bei den Hauptorganen der Weltorganisation, so in der Generalversammlung und im Wirtschafts- und Sozialrat.Sie hat klar kein Anrecht auf einen Sitz im Sicherheitsrat.

Nach dem 10. September



Die Vollmitgliedschaft öffnet der Schweiz die Türe zu allen UNO-Institutionen. Dort, wo sie bereits mit allen Rechten mitgemacht hatte, wird ihre Position politisch aufgewertet.

Sie kann also, ohne Einschränkungen, das Wort in der UNO-Generalversammlung und den verschiedenen Kommissionen ergreifen. Das bedeutet, sie kann direkt in die grossen Debatten der Weltorganisationen eingreifen und mitreden.

Die Schweiz hat Stimm und Wahlrecht im ganzen UNO-System. Dies bedeutet auch: Wenn sie an der Reihe ist, wird sie einen Sitz in verschiedenen Organen wie dem Wirtschafts- und Sozialrat oder der Kommission für Menschenrechte besetzen können.

Und auch wenn das während der nächsten 20 Jahren wohl kaum in Aussicht steht: sie könnte während einer gewissen Zeit als nicht permanentes Mitglied im Sicherheitsrat Einsitz nehmen.

Zudem werden wohl Schweizerinnen und Schweizer einfacher Zugang haben zu verantwortungsvollen Posten innerhalb der UNO.

swissinfo, Bernard Weissbrodt

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