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Die Schweiz ist noch nicht gebaut

In den kommenden Jahren werden sich in der Schweiz vor allem viele neue Büro- und Gewerbebauten erheben. Keystone

Der Schweizer Baumarkt steht laut einer Studie dieses und nächstes Jahr vor einem kräftigen Investitionsschub. Das Volumen sollte um sieben und fünf Prozent oder knapp vier Milliarden Franken steigen. Beim Bürobau wird eine weitere Konzentration in Zürich erwartet. Einfamilienhäuser sind out.

Dieser Inhalt wurde am 02. Mai 2001 - 09:39 publiziert

In der gesamten Schweizer Wirtschaft, so wird vorausgesagt, soll sich das Wachstum verringern. Nicht so in der Bauwirtschaft. Sie steht dieses und nächstes Jahr laut der am Dienstag (01.05.) veröffentlichten "Immo-Monitoring"-Studie vor einem neuen Boom.

Nach einem verhaltenden Aufschwung im letzten Jahr rechnen die Experten des Zürcher Planungsbüros Wüest&Partner im Hochbau mit einer Zunahme der Investitionen um sieben Prozent oder 2,2 Mrd. Franken. Auch 2002 sollten die Auftragsbücher voll sein und die Investitionen um weitere rund fünf Prozent oder 1,7 Mrd. Franken steigen.

Überkapazitäten sind möglich

Die Baukonjunktur dürfte laut der Studie auch in den nachfolgenden Jahren robust bleiben. Befürchtungen, wonach sich das Szenario von Ende der 80er Jahre mit einer Überhitzung, einem Überangebot an Nutzflächen und einem Abwürgen der Konjunktur wiederholen könnte, seien zwar nicht ganz von der Hand zu weisen, aber eher unwahrscheinlich.

Gewisse Bedenken bestehen aber für den Grossraum Zürich. Denn die regionale Verteilung der Bauinvestitionen werde beim Büro- und Geschäftsflächenbau zu einer weiteren Konzentration auf den Raum Zürich führen. Jedes dritte Grossprojekt entfällt auf diese Region.

Wirtschaft baut, Familie nicht

Beim "gewerblichen" Bau werden Zuwachsraten von 20% in diesem und 8% im nächsten Jahr vorausgesagt. Im Wohnbau wird demgegenüber nur eine geringfügige Zunahme erwartet. Grund ist das abrupte Ende des Einfamilienhaus-Booms. Hier wird es laut den Fachleuten zu einem markanten Rückgang von rund zehn Prozent im laufenden Jahr und weiteren sieben Prozent im nächsten Jahr kommen.

swissinfo und Agenturen

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