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Die Schweiz und die EU im selben Luftraum

Gemeinsamer Luftraum für die Schweiz und die EU.

(swissinfo.ch)

Der Schweizer Luftraum soll noch vor Ende Jahr in den Einheitlichen Europäischen Luftraum integriert werden. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen.

Damit will die Schweiz mithelfen, den wachsenden Luftverkehr in Europa effizient und sicher zu bewältigen.

Der Anschluss der Schweiz an den Einheitlichen Europäischen Luftraum (Single European Sky, SES) ist eine Folge des bilateralen Luftverkehrsabkommens mit der EU. Formal dürfte er in der zweiten Jahreshälfte vollzogen werden, wenn das Plazet des EU-Ministerrates vorliegt.

Der SES bringt neue Rechtsvorschriften, die in den Anhang zum Luftverkehrsabkommen aufgenommen werden.

Vorgesehen sind verschiedene Massnahmen, um die Effizienz und Sicherheit des europäischen Flugverkehrsmanagements zu steigern. Dazu gehört ein einheitliches Zertifizierungssystem für europäische Flugsicherungsunternehmen.

Grenzüberschreitende Luftraumblöcke

Auf dieser Grundlage wird das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bis Ende 2006 Skyguide zertifizieren.

Neu sollen nach betrieblichen Kriterien grenzüberschreitende Luftraumblöcke gebildet werden.

Sondierungen mit Frankreich

Weil die Skyguide bereits heute auch Luftraum über ausländischem Grenzgebiet bewirtschaftet, hat die Schweiz ein grosses Interesse an einem Luftraumblock mit einem oder mehreren Nachbarstaaten. Sondierungen - insbesondere mit Frankreich - sind im Gang.

Mit der Teilnahme am SES wird die Schweiz auch Beobachterin im Single Sky Comittee (SSC), das politisch-strategische Fragen im Zusammenhang mit dem SES behandelt und massgeblich an der Ausgestaltung neuer EU-Rechtsvorschriften mitwirkt.

Sie wird damit ihre Anliegen bei der Weiterentwicklung des SES einbringen können.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Aufteilung des Europäischen Luftraumes in zahlreiche nationale Lufträume mit ihren je eigenen unterschiedlichen Regelungen hat bei der Abwicklung des Luftverkehrs zunehmend Probleme geschaffen.

Die dadurch verursachten Verspätungen kosten die Fluggesellschaften zwischen 1,3 und 1,9 Mrd. Euro im Jahr.

Die aktuellen Schätzungen gehen von einer Zunahme des Luftverkehrs von 4% pro Jahr in den kommenden 15 Jahren aus. Damit dürfte sich der Flugverkehr bis 2020 verdoppeln.

Diese Verkehrszunahme erfordert eine verstärkte Konzentration auf Sicherheit und Kontrollsysteme. Der Einheitliche Europäische Luftraum hat zum Ziel, den Luftraum und die Sicherheit nicht mehr national, sondern europaweit zu organisieren.

Infobox Ende


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