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Die Schweizer Industrie wächst rasant

Die Schweizer Uhrenindustrie ist besonders optimistisch.

(Keystone)

Schweizer Unternehmen sind laut einer Umfrage der Grossbank UBS im ersten Quartal so schnell gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Der konjunkturelle Aufschwung der Schweizer Industrie hat nach Einschätzung der befragten Unternehmen ihren Höhepunkt aber noch nicht erreicht.

Die Schweizer Industrie hat im ersten Quartal 2006 erneut an Tempo gewonnen. Gemäss einer Umfrage der UBS befindet sich der Geschäftsgang der Unternehmen auf dem höchsten Stand seit dem Boomjahr 2000. Die gesamte Schweizer Wirtschaft dürfte in der ersten Jahreshälfte deutlich mehr als 3% wachsen.

In der am Mittwoch veröffentlichten UBS-Umfrage bei 330 Industrieunternehmen meldeten 61% der Firmen steigende Auftragseingänge im ersten Quartal dieses Jahres. Nur 15% verzeichneten weniger Aufträge.

Erstmals seit 2001 ging die Beschäftigung nicht weiter zurück: 27% der befragten Firmen stellten zusätzliches Personal ein, nur 23% bauten weiter ab. Diese Ergebnisse zeigten, dass sich der konjunkturelle Aufschwung in der Schweizer Industrie weiter fortgesetzt habe und breit abgestützt sei, teilte die UBS mit.

Der Wachstumstrend hält an

Nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer habe das Wachstum seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. Im Gegenteil: Die Unternehmen rechneten damit, dass der Wachstumstrend auch im zweiten Quartal anhalten werde.

Die Schweizer Wirtschaft schalte in der ersten Jahreshälfte nochmals einen Gang höher, schreiben die UBS-Ökonomen.

Gemäss UBS-Trendbarometer weist das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) - die Kennzahl für die gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes – in den ersten beiden Quartalen Jahreswachstumsraten von deutlich über 3% auf. Solch hohe Werte wurden letztmals während der Boomphase im Jahr 2000 gemessen.

Im zweiten Quartal erwarten die Unternehmen eine weitere Beschleunigung des Wachstums, allerdings nur in geringem Ausmass.

Besonders zuversichtlich ist die Uhrenbranche

Um die Nachfrage zu decken, wollen sie die Auslastung weiter steigern, zusätzliches Personal einstellen und die Lager abbauen. In sämtlichen Branchen zeigt sich die Mehrheit der Firmen optimistisch.

Am stärksten ausgeprägt ist die Zuversicht in der Uhrenbranche, gefolgt von der Holz- und Möbelindustrie. Etwas zurückhaltender sind die Unternehmen in der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie sowie in den Bereichen Papier, Druck und Grafik.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Mit der Quartalsbefragung macht das UBS-Trendbarometer kurzfristige Prognosen über die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft.

Das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) soll demgemäss in den ersten beiden Quartalen rund 3% zunehmen.

Im letzten März prognostizierte die Quartalsstudie von Manpower auch ein Wachstum auf dem Arbeitsmarkt.

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Fakten

Die Umfrage wurde im März bei 330 Unternehmen durchgeführt.
61% der befragten Unternehmen registrierten für das erste Quartal eine Zunahme der Bestellungen.
28% der Firmen stellten zusätzliches Personal, während 23% weiter abbauten.

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