Dritte Runde der Aktion "Kühe für Kosovo"

Schweizer Kuh der Aktion "Kühe für Kosovo" vor einem zerstörten Hof in Lekosh in Kosovo. Keystone / Meinrad Schade

Die Aktion "Kühe für Kosovo" wird zum dritten Mal durchgeführt. Ab heute Mittwoch (27.09.) fliegt die Schweiz rund 500 weitere Tiere nach Kosovo. Damit wird der im Krieg dezimierte Viehbestand erhöht.

Dieser Inhalt wurde am 27. September 2000 - 10:39 publiziert

Die Aktion "Kühe für Kosovo" ist Teil des landwirtschaftlichen Wiederaufbauprogrammes der DEZA, der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit. Die über 500 Rinder, Kühe und Stiere aus der Schweiz werden an bedürftige kosovarische Bauernfamilien geliefert.

Bisher wurden zwei derartige Runden durchgeführt. Damit wurden seit dem September 1999 insgesamt rund 1'250 Kühe auf kriegsversehrte kosovarische Weiden geschickt, um den Viehbestand, der im Krieg stark zurückging, wieder zu erhöhen und die notleidende Bevölkerung mit Milch zu versorgen.

Mit den bisher rund 1'000 im Kosovo geborenen Kälbern wuchs die Schweizer "Kuh-Kolonie" auf weit über 2'000 Tiere an.

Die Flugreise von zwei Stunden erfolgt in einer eigens für Tiertransporte umgebauten DC-8. Die exportierten Tiere müssen nach dem 1. Januar 1997 geboren sein. Damit kann fast zu 100 Prozent garantiert werden, dass die Kühe nicht von der Rinderseuche BSE infiziert sind.

Die Kosten der nun angelaufenen Aktion betragen rund 1,5 Millionen Franken. Sie werden von der DEZA, dem Bundesamt für Flüchtlinge, dem Bundesamt für Landwirtschaft und durch einen Beitrag des Kantons Zug getragen.

Insgesamt beträgt das Budget für die Aktion "Kühe für Kosovo" für das gesamte Jahr 2000 rund 4 Mio. Franken.

swissinfo und Agenturen

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