Ein "Bauernaufstand" in Sempach

Tausende Bauern haben in Sempach LU eine Resolution verabschiedet, in der sie einen Beschluss zur Steuerung der Milchmenge fordern. Weiter soll Schweiz die Verhandlungen mit der Europäischen Union (EU) über ein Agrarfreihandelsabkommen abbrechen.

Dieser Inhalt wurde am 29. August 2009 - 16:09 publiziert

Nach Angaben der Organisatoren, der Bäuerlichen Interessensgruppe für Marktkampf (BIG-M), des Bäuerlichen Zentrums Schweiz (BZS) und der Schweizerischen Volkspartei Schweiz (SVP), fanden gegen 10'000 Bauern den Weg zur Schlachtkapelle in Sempach. Mit Alphörnern, Transparenten, Kuhglocken und Fahnen versammelt sich die Bauern.

In erster Linie sollte der Bauernaufstand eine Manifestation für eine Systemänderung im Milchmarkt sein, sagte Josef Kunz, Luzerner Nationalrat und Präsident des BZS in seiner Ansprache.

Von mehreren Referenten wurde Bundesrätin Doris Leuthard gerügt. Sie verfolge eine penetrante Billigpreisstrategie, sagte SVP-Präsident Toni Brunner.

Höhepunkt der Zusammenkunft war die Verabschiedung einer Resolution. Darin fordern die Bauern vom Bundesrat einerseits einen dringlichen Bundesbeschluss für eine privatrechtliche Mengensteuerung durch die Produzenten, an die sich sämtliche Milchproduzenten zu halten haben. Andererseits sollen die Verhandlungen mit der EU über ein Agrarfreihandelsabkommen abgebrochen werden.

swissinfo.ch und Agenturen

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