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Eine Diskussionsplattform für die Menschenrechte

Zu wenig Wochenstunden Deutsch: Kinder von Asylsuchenden in einem Durchgangsheim in der Schweiz.

(Keystone)

Zum 3. Mal findet am 1. und 2. Juni 2006 das Internationale Menschenrechtsforum Luzern statt. Im Zentrum steht die Bildung.

An Workshops, Podiumsgesprächen und Vorträgen will das Forum während zwei Tagen Fragen über den Zugang zur und die Kontrolle der Bildung erörtern.

Für die jungen Initianten des IHRF (International Human Rights Forum) gehört der Zugang zur Bildung zu den entscheidenden Fragen der Diskussion über die Menschenrechte. Global orten sie erhebliche Defizite beim Zugang und in der Schweiz eine vernachlässigte politische Bildung.

"Insbesondere die Menschenrechte kommen in den Schulprogrammen zu kurz", bemängelt Peter Kirchschläger im Gespräch mit swissinfo. Der Medienbeauftragte des Forums kritisiert zudem Mängel beim Deutschunterricht für die Kinder von Asylbewerbern. "Viele Gemeinden im Land sehen für den Deutschunterricht lediglich zwei Wochenstunden vor. Das ist weniger als gesetzlich vorgeschrieben."

Während dem Forum geht es auch um die Frage, welche Bildung denn überhaupt zu den Menschenrechten gehört. Auch die Rolle der Bildung innerhalb der Millenniumsziele der UNO steht auf dem Programm.

Renommierte Fachleute

Für das Forum - zu dem an beiden Tagen 500 bis 600 Personen erwartet werden - konnten auch ausgewiesene Fachleute gewonnen werden. Unter anderen kommen Mehr Khan Williams, die stellvertretende UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, und Irene Khan, Generalsekretärin von Amnesty International, nach Luzern.

Ein wichtiges Teilprojekt innerhalb des IHRF heisst "Students Meet Human Rights". Seit Monaten setzen sich Schülerinnen und Schüler in ihren Klassen mit Menschenrechten auseinander und entwickeln Projekte. Am Forum treffen sie sich auch mit einer ehemaligen Kindersoldatin.

"Seit einiger Zeit planen wir zudem einen gegenseitigen Schüler- und Lehreraustausch mit der Krisenprovinz Kosovo. Noch in diesem Jahr wird der Austausch von Lehrern und 2007 der Austausch von Schülerinnen und Schülern zustande kommen", führt Peter Kirchschläger aus.

Naidoo im Benezfizkonzert

Erstmals findet im Rahmen des Menschenrechtsforums ein Benefiz- Konzert statt. Als Hauptattraktion tritt am Donnerstag die spirituelle Soul-Band "Söhne Mannheims" mit dem Sänger Xavier Naidoo auf.

Die Veranstalter erwarten, dass die rund 6000 Plätze ausverkauft sein werden. Der Reinerlös geht an Amnesty International zu Gunsten der Hilfe für Kindersoldaten und -soldatinnen.

Der international bekannte Luzerner Künstler Hans Erni hat das Plakat und das Logo für das Forum gestaltet.

swissinfo, Andreas Keiser

In Kürze

Das Menschenrechtsforum Luzern fand im Jahr 2004 zum 1. Mal statt.

Es verfolgt das Ziel, die öffentliche Diskussion über Menschenrechte zu fördern und wird von der Pädagogischen Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit dem UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte und dem Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) organisiert.

Im Patronatskomitee sind die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey, die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Louise Arbour, und alt Bundesrat Flavio Cotti.

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