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Einsatz für Verhandlungslösung im iranischen Atomkonflikt

Ali Larijani informiert Micheline Calmy Rey (von hinten) über die iranische Position beim Nuklear-Dossier.

(Keystone)

Die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat am Samstag in Bern den iranischen Chefunterhändler Ali Larijani getroffen.

Bundesrätin Calmy-Rey wiederholte dabei ihren Wunsch nach einer friedlichen Lösung des Konfliktes um die iranische Kernenergie-Nutzung und bot die Hilfe der Schweiz an.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat am Samstag den iranischen Atomunterhändler Ali Laridschani zu einem Treffen in Bern empfangen. Er informierte die Schweiz über die Haltung seines Landes zum Nukleardossier, teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit.

Die Schweiz befürworte eine Verhandlungslösung und sei gewillt, "bei Bedarf, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu beizutragen", teilte das EDA weiter mit.

Weiter habe sich die iranische Seite interessiert gezeigt, den Standpunkt der Schweiz in der Atomfrage kennen zu lernen, sagte EDA-Sprecher Jean-Philippe Jeannerat.

Vermittlungsangebot

Die Schweiz habe ihre grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, Hilfe bei den Verhandlungen anzubieten, sagte EDA-Sprecherin Carine Carey. Ob der Iran Interesse an einer Schweizer Vermittlung gezeigt habe und welche Form diese haben könnte, wollte Carey nicht sagen.

Das EDA verneinte einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Gesprächen und der Rolle der Schweiz als Vertreterin der US-Interessen im Iran. Es handle sich ausschliesslich um ein bilaterales Treffen zwischen der Schweiz und dem Iran. Am 22. Juni war bereits der iranische Aussenminister von Calmy-Rey empfangen worden.

Im Rahmen eines Schutzmachtmandats hält die Schweiz seit 1981 die diplomatischen und konsularischen Kontakte zwischen dem Iran und den USA in reduziertem Umfang aufrecht. Die beiden Länder haben ihre Beziehungen seit der Geiselkrise in Teheran 1979 abgebrochen.

Auf Europareise

Laridschani war am Freitagabend in der Schweiz eingetroffen. Zuvor hatte er sich in Madrid mit dem spanischen Premier José Luis Rodriguez Zapatero und in Brüssel mit dem EU-Aussenbeauftragten Javier Solana getroffen.

Er hatte dort das Angebot der Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat und Deutschlands im Atomstreit besprochen. Dieses bietet unter anderem wirtschaftliche Anreize, wenn Teheran sein Atomprogramm aussetzt.

Die USA hatten dem Iran eine Frist bis zum 12. Juli für eine Antwort auf das Angebot gesetzt. Wenn bis dann keine Antwort vorliege, müsse der UNO-Sicherheitsrat handeln. Laridschani hatte eine Antwort aus Teheran für Anfang August in Aussicht gestellt.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die Schweiz repräsentiert die Interessen der USA in Iran seit 1981.
Pakistan erfüllt dieselbe Rolle für Iran in Washington.
Iran ist der drittgrösste Exportmarkt der Schweiz im Mittleren Osten nach den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudiarabien.
Die Schweizer Exporte nach Iran beliefen sich 2005 auf über 747 Mio. Franken, während die Importe nur wenig mehr als 53 Mio. Franken betrugen.

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