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Elmar Ledergerber - Macher und Visionär

Der wirtschaftsfreundliche Sozialdemokrat Elmar Ledergerber gilt als Macher, überrascht aber immer wieder mit Visionen. Der ehemalige Nationalrat brachte 1998 neuen Wind in die Stadtregierung, der ihm jetzt zum Spitzenplatz verholfen hat.

Die Aufbruchsstimmung der letzten Jahre in Zürich ist zu einem guten Teil mit dem Wirken Ledergerbers als Stadtrat verbunden. Als Vorsteher des Hochbaudepartements hat er in den vergangenen vier Jahren viele Projekte angerissen. Gelegentlich als "Ankündigungs-Minister" kritisiert, erreichte er doch wichtige Ziele oder stellte zumindest die Weichen für eine positive Entwicklung der Stadt.

Das wohl grösste Verdienst von Ledergerber ist die neue Bau- und Zonenordnung, mit der ein jahrelanger, unseliger Streit zwischen den Parteien beigelegt werden konnte. Die Überwindung der Blockade-Politik seiner Vorgängerin im Hochbaudepartement, Ursula Koch, brachte Ledergerber grosse Sympathien in bürgerlichen Kreisen ein.

Der 58-jährige SP-Politiker erreichte auch andere Erfolge: Der Wohnungsbau wurde angekurbelt, die Bewilligungsverfahren wurden vereinfacht und die kooperativen Planungen weiter geführt. Ledergerber forcierte die Standortpolitik. Ein typisches Beispiel für den neuen Aufschwung ist die Entwicklung in Zürich-West.

Keinen Erfolg hatte Ledergerber mit dem Versuch, über die Reanimierung des Projekts "Eurogate" potente Investoren anzulocken, um dem Wirtschaftsstandort Zürich neue Impulse zu verschaffen. Nach dem Rückzug der UBS als Investorin musste das ehrgeizige Überbauungsprojekt beim Hauptbahnhof fallen gelassen werden.

Als Hochbauvorstand engagierte sich Ledergerber für grosse Stadionprojekte. Von der Vision eines polysportiven Stadions beim Hardturm blieb aber nicht viel übrig. Inzwischen wird unter der Federführung einer Grossbank ein neues, reines Fussballstadion realisiert. Trotz Rückschlägen bleibt Ledergerber seinem Motto treu: Wer keine Visionen hat, kann nichts Neues schaffen.

In seinem "Wahlprogramm für Zürich" versprach Ledergerber unter anderem die Konsolidierung der Finanzen, den Bau zusätzlicher Wohnungen, die Förderung der Kultur sowie des Breiten- und Spitzensports, einen weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder auch die Verwaltungsreform mit der Verkleinerung des Stadtrats.

Ledergerber war 1998 in den Zürcher Stadtrat gewählt worden. Zuvor politisierte er während elf Jahren im Nationalrat, wo er sich als Wirtschafts- und Energieexperte einen Namen machte. Der Historiker und Ökonom arbeitete als Politik- und Wirtschaftsberater, bevor er vollberuflich Politiker wurde. Ledergerber ist Vater von drei Kindern und lebt seit 1971 in Zürich.

swissinfo und Agenturen

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