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Erwartungen übertroffen

Delegationsleiter Philippe Welti will dem Bundesrat im Juni einen Schlussbericht vorlegen.

(Keystone Archive)

Eine Delegation des VBS hat sich in den USA über die Konsequenzen der Terroranschläge vom 11. September informiert. Ihre Bilanz fiel positiv aus.

"Unsere Erwartungen sind alle übertroffen", sagte Delegationsleiter Philippe Welti in New York. Die achtköpfige Delegation des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) machte sich während des dreitägigen Besuchs ein Bild vom Zusammenspiel der verschiedenen sicherheitspolitischen Organe der USA nach den Anschlägen vom 11. September.

Die gemischte Delegation, der Zivilschutz- und Sicherheitsexperten sowie Vertreter von Polizei und Feuerwehr angehörten, traf unter anderem Vertreter des US-Verteidigungs-Ministeriums, des "Office of Homeland Security und der Federal Emergency Management Agency".

Dabei habe man wertvolle Erkenntnisse zur Umsetzung der Reform Bevölkerungsschutz XXI gewonnen, sagte Welti als Direktor des VBS. Um die neue Führungsstruktur im Bereich Bevölkerungsschutz definitiv umzusetzen, sei man auf Eindrücke und Ideen von aussen - wie zum Beispiel von den USA - angewiesen.

Beeindruckt von Kooperation

Die Delegationsvertreter zeigten sich beeindruckt von der "horizontalen" Kooperation (Bund-Staat-Stadt) sowie der "vertikalen" Koordination der verschiedenen Organe (Polizei, Feuerwehr etc.).

Zentrales Thema der Treffen in Washington und New York waren Fragen der Zusammenarbeit. Durch die Erkenntnis, dass die USA auch Ziel terroristischer Aktionen sein könne, arbeite man in allen Bereichen an einer Verbesserung der Koordination.

Da die USA auch föderalistisch aufgebaut seien, würden sich viele Paralellen zum System in der Schweiz ergeben, sagte Welti. Als Kernsatz gelte, dass Bevölkerungsschutz auf der lokalen Ebene beginne und ende.

Alarmierung in der Schweiz besser

Welti sagte weiter, die Schweiz verfüge zwar über hervorragende Einzelteile zum Schutz der Bevölkerung, die Zusammenarbeit könne aber noch besser werden. Dafür funktioniere in der Schweiz die Alarmierung der Bevölkerung besser, sagte der stellvertretende Direktor des Bundesamtes für Zivilschutz, Karl Widmer.

Am Rande der Informationsreise unterzeichnete Botschafter Welti ein "Joint Planning Document" im Rahmen der schweiz-amerikanischen Partnerschaft für Frieden.

Das Dokument hilft zur Umsetzung des 1999 von Adolf Ogi und Vertretern des US-Verteidigungsministeriums unterzeichneten "Memorandum der Verständigung". Dieses sieht einen intensiven Austausch von Erfahrungen und Forschungs-Ergebnissen zwischen der USA und der Schweiz vor.

Nützlicher Schlussbericht

Die Delegation ist überzeugt, Bundesrat Samuel Schmid Anfang Juni einen "höchst nützlichen und detaillierten" Schlussbericht vorlegen zu können. Die Amerikaner hätten die Schweizer mit grosser Aufmerksamkeit und sehr freundschaftlich empfangen.

Die sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen der Schweiz und der USA seien gestärkt und vertieft worden, sagte Welti. Amerikanische Sicherheitsexperten wurden eingeladen, den Dialog in der Schweiz fortzusetzen.

swissinfo und Agenturen


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