Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Experten warnen vor Acrylamid

Pommes Frites gehören zu jenen Lebensmitteln, in denen Acrylamid entdeckt wurde.

(Keystone)

Acrylamid in Lebensmitteln ist möglicherweise krebserregend. Zu diesem Schluss kamen 25 Experten in Genf. Eindeutige Beweise fehlen aber noch immer.

Acrylamid in Lebensmitteln sei ein Grund zur Besorgnis, sagte Jorgen Schlundt, Koordinator für Lebensmittel-Sicherheit bei der Weltgesundheits-Organisation (WHO) am Donnerstag in Genf. In der Rhonestadt hatte auf Einladung der WHO eine Tagung zum Problem Acrylamid stattgefunden.

Acrylamid wurde in Schweden in stärkehaltigen Lebensmitteln entdeckt, die bei grossen Temperaturen erhitzt werden. Dazu gehören Pommes Frites und Chips, Cornflakes, Knäckebrot und andere Brotsorten. Im April warnten die schwedischen Behörden vor hohen Konzentrationen von Acrylamid.

Suche nach neuen Methoden

Gemäss Schlundt verursache die Substanz bei Tieren Krebs. Daher bestehe die Möglichkeit, dass sie auch für den Menschen krebserregend sei. Es sei wichtig, Methoden zu finden, welche die Bildung von Acrylamid in Lebensmitteln verminderten, erklärte er.

Die Experten seien einstimmig zum Schluss gekommen, dass die schwedischen Resultate gültig seien, sagte Dieter Arnold von der deutschen Konsumenten-Organisation. Sie gaben jedoch keine Empfehlungen ab - auch nicht die, auf entsprechende Lebensmittel zu verzichten. Wichtig sei eine ausgewogene Ernährung.

Weitere Forschungen nötig

Bisher seien nur 200 Lebensmittel untersucht worden, sagte Arnold. Für eindeutige Beweise seien weitere Forschungen notwendig. Zwei Faktoren sind für die Bildung von Acrylamid bekannt: Temperaturen zwischen 120 und 180 Grad, wobei eine längere Dauer der Erhitzung zu einer höheren Konzentration von Acrylamid führt.

Auch in der Schweiz ist Acrylamid Gegenstand von Untersuchungen. Ein erster vergleichender Versuch zwischen privaten und öffentlichen Labors führte gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu einer Verbesserung der analytischen Methoden.

Das BAG beauftragte zudem die ETH Zürich, Möglichkeiten zur Reduktion der Acrylamid-Rückstände in Lebensmitteln abzuklären.

Die Krebsliga Schweiz hatte die Gesundheitsbehörden Anfang Juni aufgefordert, rasch sichere Grenzwerte festzulegen und entsprechende Kontroll-Massnahmen einzuführen.

swissinfo und Agenturen


Links

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.









swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

×