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Forschungs-Zusammenarbeit geht weiter

Die Lomonossow-Universität in Moskau erinnert an die lange Wissenschaftstradition. swissinfo/Alexandra Stark

Seit Januar liegt die fünfte SCOPES-Kredit-Tranche auf, mit der Forschungsprojekte von osteuropäischen und Schweizer Institutionen finanziert werden können.

Dieser Inhalt wurde am 05. Mai 2005 - 15:10 publiziert

Damit setzt die Schweiz ihr Engagement zur Verbesserung der Situation von Wissenschaftern in Osteuropa fort.

Noch bis Mitte Mai haben Forscherinnen und Forscher aus der Schweiz und osteuropäischen Ländern die Gelegenheit, sich beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) um finanzielle Beiträge für gemeinsame Forschungsprojekte zu bewerben. Seit 1990 führt der SNF in Zusammenarbeit mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ein Programm zur Förderung von wissenschaftlichen Kooperationen mit Osteuropa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion durch.

Nicht nur Wissenschaft im Fokus

Dieses Engagement ist Teil eines breiteren Programmes zur Vertiefung der wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Verbindungen. Seit 2000 heisst das Programm SCOPES (Scientific Co-operation between Eastern Europe and Switzerland), insgesamt wurden zwischen 1990 und 2004 mehrere hundert Projekte mit insgesamt 33,6 Mio. Franken in 21 Ländern unterstützt.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Wissenschafter aus ihrer Isolation zu holen, die Infrastruktur zu verbessern und damit den Wissenschaftern den Anschluss in ihrem Gebiet zu ermöglichen.

Talsohle durchschritten

Dabei geht es nicht nur darum, bestehende Forschungseinrichtungen zu erhalten und die Abwanderung des Personals zu verhindern. In den Ländern, die sich wirtschaftlich vom Zusammenbruch der Sowjetunion erholt haben, ist die Situation zwar noch immer weit vom westeuropäischen Standard entfernt, aber viele Forschungseinrichtungen sind dennoch nicht mehr unmittelbar bedroht.

Mittel- bis langfristig allerdings ist der Wissenschaftsbetrieb noch immer in Gefahr: Jüngere, talentierte Nachwuchskräfte ziehen die Option, Wissenschafter zu werden, kaum mehr in Betracht. Sie gehen lieber von Anfang an in die Privatwirtschaft, wo sie auch nicht mit oftmals veralteten Entscheidungsstrukturen der noch sowjetisch geprägten wissenschaftlichen Organisationen zu kämpfen haben.

Win-win-Situation

Die Projekte bringen aber keineswegs nur den osteuropäischen Partnern Nutzen: Wie die Auswertung der Erfahrungen zwischen 1990 und 2004 zeigt, profitieren von der Zusammenarbeit alle Beteiligten.

Im Januar 2005 wurde die insgesamt fünfte Kredit-Tranche, SCOPES 2005 bis 2008, ausgeschrieben. Insgesamt stehen 11,7 Mio. Franken zur Verfügung, um die Zusammenarbeit mit Institutionen aus 16 Ländern zu intensivieren.

Finanziert werden gemeinsame Forschungsprojekte, ihre Vorbereitung und Auswertung, die Verbesserung der Infrastruktur der Partner-Institution sowie Reisekosten für Besuche von Konferenzen in der Schweiz (für eine Finanzierung von Konferenzbesuchen können sich Wissenschafter aus insgesamt 27 Ländern bewerben, Details beim SNF).

swissinfo, Alexandra Stark

Fakten

Seit 1990 flossen insgesamt 33,6 Mio. Franken in die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Osteuropa. Über 3000 Wissenschafter aus 21 Ländern haben mit Schweizer Partnern in über 1500 Projekten zusammengearbeitet.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Wissenschafter aus ihrer Isolation zu holen, die Infrastruktur zu verbessern und ihnen damit den Anschluss in ihrem Forschungsgebiet zu ermöglichen.
SCOPES unterstützt Forschungs-Zusammenarbeit mit folgenden Ländern: Albanien, Armenien, Azerbaidschan, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, Georgien, Kroatien, Kirgistan, Moldawien, Mazedonien, Rumänien, Russland, Serbien-Montenegro, Tadschikistan, Ukraine, Usbekistan.

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