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Franken abgeschwächt

Für den starken Franken werden wirtschaftliche und politische Unsicherheiten verantwortlich gemacht - die Entwicklung ist deshalb unklar.

(swissinfo.ch)

Nach der Zinsrunde am Donnerstag senkte die Nationalbank am Freitag den Repo-Satz auf 1,11%. Das Verhältnis zum Euro verbesserte sich.

Die Senkung des Zielbandes für den Dreimonate-Libor (um 0,5% auf 0,75 bis 1,75%)durch die Schweizer Nationalbank (SNB) hatte am Donnerstag nur wenig Wirkung gezeigt. Der Schweizer Franken schwächte sich gegen die wichtigen Währungen Euro und Dollar kaum ab.

Am Freitag doppelte die SNB mit einer weiteren Senkung des Repo-Satzes für Tagesgeld und einwöchige Liquidität nach. Am Donnerstag war der Repo-Satz bereits leicht um 0,01% gesenkt worden.

Franken bleibt stark

Der Franken schwächte sich am Freitag bis 12.35 Uhr gegenüber dem Euro auf 1,4564 Franken ab verglichen mit einem Kurs von 1,4530 Franken am Vorabend. Gegenüber dem US-Dollar notierte der Franken zunächst schwächer, später aber wieder mit 1,6065 (1,6105) Franken höher.

"Es gibt keine Erklärung dafür, warum sich der Franken nach der geldpolitischen Lockerung der Nationalbank nicht abgeschwächt hat", sagte Andreas Höfert, Analyst bei der UBS Warburg, am Freitag.

Möglicherweise habe die SNB zu rasch reagiert und damit verhindert, dass der Markt die aktuelle Situation habe antizipieren können. In rund einer Woche werde sich zeigen, ob die Massnahme wirklich Früchte zeitige, sagte Höfert.

Die Nationalbank hatte am Donnerstag erklärt, für die jüngste Frankenstärke seien vor allem wirtschaftliche und politische Unsicherheiten verantwortlich. Es sei derzeit kaum abzuschätzen, ob diese Unsicherheiten längere Zeit anhalten würden.

Couchepin zufrieden

Wirtschaftsminister Pascal Couchepin lobte die Nationalbank am Rande seines Kasachstan-Besuches wegen ihrer Zinssenkung. Er betonte zugleich die Eigenständigkeit der Schweizer Währungshüter bei Zinsentscheiden.

Er habe im übrigen Verständnis für die Sorgen der Schweizer Exportwirtschaft, die in konjunkturell ohnehin schon schwierigen Zeiten durch den starken Franken zusätzlich belastet werde. Ein Euro-Wechselkurs von 1,50 Franken wäre laut Couchepin wünschenswert.

swissinfo und Agenturen


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