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Frau von Libyen-Geisel kritisiert Medien

Lange hat sie sich nicht zu Wort gemeldet. Nun kritisiert die Ehefrau der schweizerisch-tunesischen Geisel in Libyen die Desinformation gewisser Medien. Ihr Mann wohne in der Schweizer Botschaft und habe keine Reise nach Tunesien unternommen, sagt sie.

Dieser Inhalt wurde am 10. September 2009 - 15:20 publiziert

Die zwei Pässe ihres Mannes seien konfisziert worden, sagte sie in einem Interview, das am Donnerstag auf der Website der Westschweizer Zeitung Le Temps aufgeschaltet war.

Aus ihrer Sicht entspreche die Situation ihres Ehemannes der einer Geisel, sagte sie weiter. Beide Schweizer, die in Libyen seit mehr als einem Jahr festgehalten werden, lebten "unter unglaublichem Druck". Sie seien dem Willen des libyschen Regimes ausgeliefert.

Ihr 68-jähriger Mann sei zudem in einer schlechten gesundheitlichen Verfassung, leide an Herzproblemen, sagte sie weiter. Deshalb habe sie eine Rückführung aus humanitären Gründen gefordert.

Seit dem Besuch von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz leben die zwei Schweizer gemäss der Frau in der Schweizer Botschaft. Dort warteten sie, ohne sich bewegen zu können. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte dies am Donnerstagnachmittag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Beide könnten sich frei in Libyen bewegen, sagte EDA-Sprecher Eric Reumann.

Damit korrigierte das Departement von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey eigene Angaben vom Mittwochabend, wonach nur eine der beiden Personen in der Botschaft untergebracht sei.

Einer der zwei Geschäftsleute wohne auf eigenen Wunsch nicht permanent in der Botschaft, sondern in einem privaten Domizil rund 200 Kilometer ausserhalb von Tripolis.

Einer der beiden Schweizer Geiseln in Libyen unterhalte private Kontakte zur Familie des libyschen Premierministers, so das EDA weiter.

swissinfo.ch und Agenturen

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