Führende Ökonomen zum Jahr 2000: Mässiges Wachstum, weniger Arbeitslose, höhere Zinsen

Die im "Business Economists' Consensus" (BEC)zusammengeschlossenen führenden Schweizer Ökonomen erwarten für 2000 und 2001 ein Wachstum von rund zwei Prozent. Gegenüber der letzten Erhebung vor drei Monaten wird die Arbeitsmarktlage besser eingeschätzt.

Dieser Inhalt wurde am 30. Dezember 1999 - 11:57 publiziert

Die im "Business Economists' Consensus" (BEC)zusammengeschlossenen führenden Schweizer Ökonomen erwarten für 2000 und 2001 ein Wachstum von rund zwei Prozent. Gegenüber der letzten Erhebung vor drei Monaten wird die Arbeitsmarktlage besser eingeschätzt.

Gemäss den am Donnerstag (30.12.) veröffentlichten Umfrageergebnissen erwarten die 26 befragten Ökonomen im Jahr 2000 einen Rückgang der Arbeitslosenrate auf 2,2 Prozent (letzte Umfrage 2,4 Prozent) und im folgenden Jahr auf 2,0 Prozent.

Teuerung bleibt unter zwei Prozent

Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) wird nach Einschätzung der befragten Ökonomen im Jahr 2000 entgegen früheren Schätzungen stärker von Exporten und Investitionen getragen werden: die realen Bau- und Ausrüstungs- Investitionen sollen um 4,3 (3,8) Prozent zulegen, die Exporte von Gütern und Dienstleistungen um 4,7 (4,5) Prozent.
Auf Grund der stärkeren Wachstums erwarten die BEC-Ökonomen ein Anziehen der Inflation auf 1,3 (1,2) Prozent im nächsten Jahr und auf 1,7 Prozent im Jahr 2001.

Anziehende Zinsen - Stabiler Euro

Die teils massiven Zinsbewegungen der letzten Monate führten zu einer Anpassung der BEC-Zinsprognosen. Der Dreimonats-Frankensatz von gegenwärtig 2,1 Prozent dürfte laut Umfrage millenniumsbedingt bis Ende März wieder auf 1,9 (1,3) Prozent zurückgehen, aber in der Folge bis Ende Jahr auf 2,4 (1,8) ansteigen. Die Zehnjahres-Bundesobligation, die derzeit 3,5 Prozent rentiert, erwarten die Ökonomen in drei Monaten bei 3,4 (3,2) Prozent und in zwölf Monaten bei 3,7 (3,6) Prozent.

Kein grosses Börsenjahr erwartet

Bei den Währungen prognostizieren die Befragten Ökonomien einen stabilen Franken-Euro-Kurs von 1,59 Franken sowie einen leicht sinkenden Dollarkurs von derzeit 1,59 Franken auf 1,53 (1,51) Franken bis Ende des erstes Quartal respektive 1,47 (1,45) Franken bis Ende Jahr. Der Swiss Performance Index (SPI) der Schweizer Börse wird gemäss der Umfrage im Jahr 2000 weniger als 4 Prozent ansteigen.

Zusätzlich zu den Standardfragen der Erhebung, die alle drei Monate durchgeführt wird, wurden die 26 Ökonomen zur Entwicklung der US-Finanzmärkte befragt, wobei die Antworten breit gestreut ausfielen.

Die Wahrscheinlichkeit eines Börsencrashes im nächsten Jahr liegt laut Umfrage im Schnitt bei 26,5 Prozent. Für die US-Börse (S&P 500) stellen die BEC-Ökonomen für 2000 ein Plus von nur drei Prozent in Aussicht.

SRI und Agenturen

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