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Für einen besseren Schutz der Fussgänger

Live-Crash-Demonstration im Berner Stade de Suisse.

(Keystone)

Die Sicherheit ist beim Kauf eines Neuwagens in der Schweiz ein wichtiges Kriterium. Für den Verkehrsclub der Schweiz (VCS) hört sie aber nicht beim Insassenschutz auf.

Während laut VCS beim Insassenschutz in den letzten Jahren Fortschritte gemacht wurden, sei der Fussgängerschutz jedoch vernachlässigt worden.

Mit seinen Patronatspartnern - Beratungsstelle für Unfallverhütung, Arbeitsgruppe für Unfallmechanik und Stiftung für Konsumentenschutz - führte der VCS am Mittwoch in Bern eine Fachtagung zum Thema "Sicheres Auto" durch.

Wie wichtig der Schutz der Fussgänger ist, wurde im Stade de Suisse mit einem Live-Crash demonstriert.

Zwischen "sehr schlecht" und "ungenügend"

Dass es mit dem Fussgängerschutz bei Neuwagen immer noch schlecht bestellt ist, zeigt laut VCS-Mitteilung ein Blick auf die von EuroNCAP (European New Car Assessment Programme) vergebenen Sicherheitssterne: Auch bei den neueren Modellen (ab 2003) erreichten vier von fünf punkto Fussgängerschutz nur ein "sehr schlecht" bis "ungenügend".

Demgegenüber schnitten beim Insassenschutz über 80% der Neuwagen mit "gut" bis "optimal" ab.

Mehr getötete Fussgänger

Auch die schweizerische Unfallstatistik für das erste Halbjahr 2006 belegt die Notwendigkeit eines besseren Fussgängerschutzes.

Während die Zahl der Verkehrstoten gegenüber dem Vorjahr insgesamt um deutliche 17% abnahm, verzeichnete die Sparte "getötete Fussgänger" als einzige Unterkategorie eine Zunahme (von 24 auf 25%).

Aussen-Airbags

Dabei wären bessere Schutzmassnahmen möglich: Mit nicht zu hohen und steifen Fahrzeugfronten sowie aktiven Motorhauben und Aussen-Airbags könnten die Verletzungsfolgen deutlich reduziert werden, schreibt der VCS.

Stefan Siegrist von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) wies darauf hin, dass die Eigenschaften eines Personenwagens bei zwei von drei Unfällen mit Schwerverletzten oder Getöteten eine entscheidende Rolle spielen.

VCS fordert Sicherheitslabel

Für den VCS steht fest: Den Konsumentinnen und Konsumenten sind Sicherheitsfragen nicht gleichgültig. Neben Autogrösse und Kaufpreis sei die Sicherheit ein wichtiges Entscheidungs-Kriterium.

Der VCS fordert in diesem Zusammenhang die Einführung eines Sicherheitslabels für alle Neuwagen.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Tote und Verletzte im Strassenverkehr 2005 (Quelle: bfu):
409 Tote (davon 178 Autoinsassen und 69 Fussgänger)
26'754 Verletzte (davon 14'457 Autoinsassen und 2'354 Fussgänger)

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PORTRÄT VCS

Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) setzt sich seit 1979 für eine menschen- und umweltgerechte Mobilität ein. Er engagiert sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik, u.a. durch eine sparsame Verwendung von Energie, die Förderung des öffentlichen Verkehrs und die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.

Der VCS engagierte sich in der Vergangenheit für eine leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und für die Finanzierung wichtiger Bahnprojekte (Neat, Bahn 2000, Finöv). Und er bewirkte mit der Initiative "Strassen für alle" die erleichterte Einführung von Tempo 30 in Wohnquartieren.

Mit 126'000 Mitgliedern ist der VCS hinter dem Touring-Club Schweiz (TCS) der zweitgrösste Verkehrsverband der Schweiz.

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