GAV: Crossair und kapers einigen sich

Ein Meilenstein: Kapers-Vizepräsident Urs Eicher (links) und Björn Näf von der Crossair-Geschäftsleitung beglückwünschen sich gegenseitig. Keystone

Keine Lohnkürzungen, dafür Abstriche bei den Nebenleistungen. So lauten die Eckwerte des neuen Gesamtarbeits-Vertrags (GAV) für das Kabinenpersonal.

Dieser Inhalt wurde am 25. Februar 2002 - 21:00 publiziert

Fünf Tage und vier Nächte lange und harte Verhandlungen seien dem jetzigen Vertragswerk vorausgegangen, sagten Björn Näf von der Crossair-Geschäftsleitung und Urs Eicher, Vize-Präsident des Verbands des Kabinenpersonals kapers, am Montag im Flughafen Zürich-Kloten vor den Medien.

Die Eckwerte des GAV stellten ein faires Angebot für das Kabinenpersonal der zukünftigen Airline swiss dar, sagte Näf. Der GAV vereint die Kabinen-Crews der Crossair und der Swissair zu einem Salär- und Laufbahnmodell.

Kostensenkung von 10 Prozent

Lohnkürzungen bräuchten die Flight Attendants keine hinzunehmen, hiess es. Das Lohnniveau entspreche dem Stand vom vergangenen September. Die Bandbreite der monatlichen Bruttolöhne liegt zwischen 3450 und 7780 Franken. Der Gesamtaufwand der Personalkosten für das Kabinenpersonal betrage damit jährlich 234 Mio. Franken, sagte Näf.

Die Vorgabe des Business-Plans für swiss, eine Kostensenkung von 10 Prozent, wurde durch Abstriche bei den Nebenleistungen erzielt. So muss das künftige Kabinenpersonal der swiss auf drei Ferientage verzichten.

Zudem werden Abstriche bei den Spesen gemacht und Mehrflugleistungen abgeschafft. Sodann soll das Pensionsalter um ein Jahr auf 58 erhöht werden.

Zustimmung bis Ende März

Die Vertragsofferte werde dem gesamten Swissair-Kabinenpersonal zugestellt, sagte Eicher, der den GAV als Meilenstein bezeichnete. Das Swissair-Personal habe seit dem Oktober unter der unsicheren Situation enorm gelitten. Die Wiedereinstellung der entlassenen Flight Attendants der Swissair sei angelaufen.

Insgesamt wird Swiss mit 2570 Vollzeitstellen beim Kabinenpersonal starten. Im Verlaufe des Jahres muss Swiss wegen der Teilzeitregelungen weitere 1000 bis 1500 Flight Attendants einstellen.

Eine Detail-Bereinigung des GAV soll bis zum 2. März erfolgen, und bis zum 27. März müssen die 3200 Mitglieder der kapers dem GAV zugestimmt haben, damit die Airline ab dem 1. April geregelt abheben kann.

Weiterhin ohne Gesamtarbeits-Vertrag stehen die Piloten von swiss da. Verhandlungen mit dem Crossair-Verband CCP und der Aeropers der Swissair würden laufen, sagte Näf.

swissinfo und Agenturen

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