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Standpunkt: Suela Kasmi aus Albanien

Die erste Gesprächsrunde mit Frauen albanischer Sprache war nicht einfach, sagt Suela Kasmi.

(zVg)

Suela Kasmi, 42 Jahre alt, kam 1992 als 19-Jährige aus Albanien in die Schweiz. "Ich sprach damals kein Deutsch, nur Englisch, Italienisch und Albanisch", sagt sie. Die Mutter von zwei Buben brauchte eine gewisse Zeit, um die hiesige Sprache zu lernen und sich zu integrieren.

Elf albanische Frauen, die meisten älter als 60, nahmen an Suela Kasmis erster Gesprächsrunde über Gesundheit und körperliche Aktivitäten teil. Männer waren zu den Diskussionen nicht eingeladen. Ältere Albaner haben die Mentalität, dass "Männer zu Männern und Frauen zu Frauen gehören", sagt Kasmi. "In gemischten Gruppen haben die Frauen das Gefühl, nicht frei reden zu können. Einige der Frauen tragen Kopftücher, und wenn Männer anwesend sind, können sie die nicht ablegen."

Aber auch so seien die Frauen beim ersten Zusammentreffen sehr scheu gewesen, sagt Kasmi. "Man muss wissen, dass Albaner und Albanerinnen nicht nur aus Albanien, sondern auch aus dem Kosovo und aus Mazedonien stammen. Die Mentalität ist verschieden. Es dauerte ein Weilchen, bis sich die Frauen wohl fühlten."

Eine weitere Hürde war die Sprache. "Wir sprechen dieselbe Sprache: Albanisch. Aber es ist etwa wie mit Berndeutsch und Hochdeutsch", sagt Kasmi. "Ich musste mich mehrmals wiederholen, bis alle verstanden, worum es bei unserem Treffen genau ging."



(Übertragung aus dem Englischen: Gaby Ochsenbein), swissinfo.ch

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