Navigation

Gewerkschaft warnt: Arbeitsklima bei Post und Swisscom nicht akzeptabel

Die Gewerkschaft Kommunikation hat am Montag (6.12.) das schlechte Arbeitsklima bei der Swisscom und Post angeprangert. Sie forderte die beiden Unternehmen zur Rückkehr zu einer sozial verantwortbaren Personalpolitik auf.

Dieser Inhalt wurde am 06. Dezember 1999 - 13:58 publiziert

Die Gewerkschaft Kommunikation hat am Montag (6.12.) das schlechte Arbeitsklima bei der Swisscom und Post angeprangert. Sie forderte die beiden Unternehmen zur Rückkehr zu einer sozial verantwortbaren Personalpolitik auf.

Die anhaltende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen werde nicht länger akzeptiert. In verschiedenen Resolutionen zuhanden der Konzernleitungen verlangt die Gewerkschaft Kommunikation unter anderem ein Ende der ‚chaotischen Restrukturierungsmassnahmen‘ bei der Swisscom und der massiven Sparvorgaben bei der Post, wie die Gewerkschaft in Bern bekannt gab.

Der Generalsekretär Hans Ueli Ruchti bezeichnete das Klima bei der Post als explosiv und den Druck als unwahrscheinlich. Dieser Druck sei eindeutig ein Fehler der Konzernleitung und nicht mit der Privatisierung des Betriebs zu erklären. Er schädige die Gesundheit der Angestellten, steigere die Unzufriedenheit und verursache auch eine Abwanderung von qualifiziertem Personal, was wiederum zu tieferen Löhnen führe. Zudem sei es fatal, dass Personal abgebaut und Hunderte von Poststellen geschlossen werden bei gleichzeitiger Anstellung von Aushilfen. In einer Resolution verlangt die Gewerkschaft deshalb von der Post eine Aufstockung des Personalbestandes und eine ausreichende Ausbildung des Personals. Die Gewerkschaft warnte die Leitung der Post eindringlich davor, den Konfrontationskurs gegenüber dem Personal und Gewerkschaften fortzusetzen und drohte mit Aktionen.

Von der Swisscom-Konzernleitung forderte die Gewerkschaft eine Unternehmenspolitik, welche die Interessen des Personals und der gesamten Kundschaft vor jene der Aktionäre stelle. Zudem verurteile sie den Abbau von Tausenden von Arbeitsplätzen bei gleichzeitiger massiver Zunahme von Überstunden und warf zahlreichen Führungskräften mangelnde soziale Kompetenz vor. So hielten die Gewerkschafts-Delegierten den von der Swisscom geplanten Abbau von 4'000 Stellen für nicht realistisch. Das Personal müsse schon heute massiv Überstunden leisten. Die Führungsorgane der Gewerkschaft wurden aufgefordert, sich bei Bedarf auch mit Kampfmassnahmen für die Forderungen einzusetzen

SRI und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.