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Gewinneinbruch bei Zürcher Kantonalbank

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat den Bruttogewinn im Jahr 2002 um 4,9% auf 587,5 Mio. Fr. gesteigert.

Dieser Inhalt wurde am 21. Januar 2003 - 15:27 publiziert

Der Konzerngewinn brach wegen einer Bewertungskorrektur im Zusammenhang mit Swiss Life um 41% auf 198,6 Mio. Fr. ein.

Trotz Wirtschaftsflaute legte die Zürcher Kantonalbank aber im operativen Feld zu. Sie schrieb denn auch am Dienstag in ihrer Vorinformation zum Jahresergebnis von einem "zufriedenstellenden Ergebnis" in einem "äusserst anspruchvollen Marktumfeld".

Der Konzerngewinn der ZKB brach im vergangenen Jahr um massive 41% auf 199 Mio. Franken ein. Der Grund war eine Bewertungskorrektur, die nach dem massiven Wertezerfall der Aktie Rentenanstalt/Swiss Life nötig wurde. Die ZKB hält 2,5% an der Rentenanstalt.

Umfangreiche Absicherungsmassnahmen in der Bilanz hätten zudem zu rückläufigen Erträgen im Zinsengeschäft geführt, hiess es weiter.

Bruttogewinn gesteigert

Dennoch konnte der Bruttogewinn dank eines stark verbesserten Handelserfolgs, eines stabilen Kommissionsertrags und eines konsequenten Kostenmanagements um knapp 5% auf 587,5 Mio. Fr. gesteigert werden.

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 75,9 Mrd. auf 80,5 Mrd. Franken. Besonders zufrieden zeigte sich die ZKB mit der Entwicklung im Spar- und Hypothekargeschäft. Die Hypothekarforderungen legten um 1,7 Mrd. Fr. oder 3,9% zu.

Wegen ausgeprägten Risikoversionen bei zahlreichen Anlegerinnen und Anlegern stiegen die Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform um 2 Mrd. Franken (+8,7%). Die übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden erhöhten sich um 2,6 Mrd. (+17,2%).

Weniger Boni für Kader

Grund für rückläufige Erträge im Zinsengeschäft um 8% seien umfangreiche Absicherungsmassnahmen. Die ZKB habe sich sozusagen in die falsche Richtung versichert, sagte ZKB-Sprecher Urs Ackermann. Man sei von steigenden Zinsen ausgegangen sei.

Der Geschäftsaufwand wurde mittels Sparmassnahmen um 7,2% auf 840,9 Mio. Franken gesenkt. Innert Jahresfrist wurden 49 Stellen abgebaut. Bis Ende Jahr sollen weitere 9 von heute 4249 Stellen eingespart werden. Laut Ackermann sind auch die Bonus-Zahlungen markant zurückgegangen.

Dank einem straffen Kostenmanagement sehe sich die ZKB für ein weiteres "schwieriges Jahr" gewappnet, so Ackermann weiter.

swissinfo und Agenturen

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