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Gewinnrückgang für Rentenanstalt

Rentenanstalt/Swisslife: Gewinnwarnung. Keystone Archive

Der Lebensversicherer Rentenanstalt/Swisslife muss für 2001 einen deutlich unter den Erwartungen liegenden Gewinn hinnehmen.

Dieser Inhalt wurde am 31. Januar 2002 - 23:04 publiziert

Das schwierige Jahr 2001 habe ein unbefriedigendes Ergebnis zur Folge, teilte die Rentenanstalt/Swisslife am Donnerstag mit. Aus diesem Grund hätten Konzernleitung und Verwaltungsrat ein "rigoroses" Kostensenkungs-Programm von 20% beschlossen. Dieses soll schon im laufenden Jahr wesentliche Wirkungen zeigen.

Entlassungen unvermeidlich

Dabei würden auch Arbeitsplätze abgebaut, erklärte Firmensprecherin Marie-Therese Guggisberg. Primär werde dabei die Fluktuation von rund 12% ausgenutzt. Aber auch Entlassungen seien unvermeidlich, hielt Guggisberg fest.

Zudem werde der Verwaltungsrat voraussichtlich einen Verzicht auf eine Dividende beantragen.

Zwei Gründe haben nach Angaben Guggisbergs auf die Ergebnisse gedrückt. Einerseits sei der behördlich festgelegte BVG-Minimalsatz von 4% im heutigen niedrigen Zinsumfeld nicht mehr realistisch. Als Marktleaderin im Kollektivgeschäft sei die Swisslife davon besonders hart betroffen. Andererseits habe sich auch der Einbruch auf den Aktienmärkten negativ ausgewirkt.

Schwarze Zahlen

Swisslife werde aber trotz den Schwierigkeiten schwarze Zahlen schreiben, betonte Guggisberg. Weitere Angaben zum Gewinn machte sie nicht. Einzelheiten sollen an einer Medienkonferenz vom 11. April bekannt gegeben werden.

Derzeit würden auch weitere Massnahmen im Schweizer BVG-Geschäft geprüft, heisst es im Communiqué. Gestützt auf die Massnahmen sei das Unternehmen zuversichtlich, künftig wieder nachhaltige Gewinne zu erzielen.

Aktien-Absturz

Die Gewinnwarnung hat am Freitagmorgen zum Absturz der Aktien des Versicherungskonzerns geführt. Zeitweise verlor das Papier 80 Franken oder 12,8% auf 545 Franken. Der Handel mit Rentenanstalt-Aktien wurde an der Schweizer Börse zweimal für wenige Minuten unterbrochen.

swissinfo und Agenturen

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