Grafische Industrie im Aufwind

Erstmals seit vier Jahren hat die grafische Industrie in der Schweiz im Geschäftsjahr 2000 ein Umsatzwachstum zu verzeichnen. Gestiegen sind auch die Importe und Exporte der Druckerzeugnisse.

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2001 - 10:48 publiziert

Der geschätzte Umsatz stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 2,4 Prozent auf 6,4 Mrd. Franken gegenüber 1999, wie der Schweizerische Verband für visuelle Kommunikation (Viscom) am Freitag (11.05.) mitteilte. Die Werbe-Drucksachen hätten mit 25 Prozent bei den Umsatzanteilen oben aus geschwungen, gefolgt von den Zeitungen mit 20 Prozent.

Noch immer drei Viertel im Print-Bereich

Positiv beeinflusst wurden die Umsatzzahlen laut Viscom von den stetig steigenden Werbebudgets. Interessant sei, dass trotz Internet-Zeitalter über 75 Prozent der Werbeausgaben in Form gedruckter Erzeugnisse erfolge. Gestiegen sind im letzen Jahr auch die Investitionen. Sie wuchsen um 8,1 Prozent auf 520 Mio. Franken.

Die Importe von Druckerzeugnissen sind um 2,6 Prozent auf 1,8 Mrd. Franken gewachsen. Stark zugelegt haben laut Viscom die Exporte: Sie stiegen um 8,2 Prozent auf 790,7 Mio. Franken. Trotzdem bleibe ein Handelsbilanzdefizit von rund einer Milliarde bestehen.

248 Kilogramm Papier pro Kopf

Ausgeglichen ist die Handelsbilanz beim Papier. Im Jahr 2000 seien sowohl 1,1 Mio. Tonnen importiert als auch exportiert worden. Der Papier-Verbrauch in der Schweiz stieg auf 248 Kilogramm pro Kopf. In den letzten zwanzig Jahren habe sich der Papierverbrauch durchwegs verdoppelt bis verdreifacht, heisst es in der Mitteilung weiter.

Gleich geblieben gegenüber 1999 ist mit rund 34'000 die Anzahl der Beschäftigten in der grafischen Branche. In über 80 Prozent der Betriebe arbeiten weniger als 10 Angestellte. Das zeigt laut Viscom die "typische KMU-Struktur" der Branche.

swissinfo und Agenturen

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