Grenze Schweiz-Italien wird neu gezogen

Der Grenzverlauf zwischen der Schweiz und ihrem südlichen Nachbarland muss nach 50 Jahren neu festgelegt werden. "Schuld" sind die geografischen Veränderungen infolge des Klimawandels.

Dieser Inhalt wurde am 18. März 2009 - 14:52 publiziert

Der italienische Aussenminister Franco Frattini hat der Abgeordnetenkammer in Rom einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt.

Das Gesetz sieht die Einrichtung einer Expertenkommission vor, die den neuen Grenzverlauf auf Grund des natürlichen und progressiven Wandels der Bergspitzen und der Gletscher festschreiben soll.

Die Grenze zwischen Italien und der Schweiz soll im Hochgebirge künftig als mobil bezeichnet werden. Das heisst, sie soll sich der im Verlauf der Jahre klimaabhängigen Korrosion anpassen können.

Der neue Grenzverlauf wird weder auf Schweizer noch italienische Bürgerinnen und Bürger dirkete Auswirkungen haben. Es handelt sich um Grenzteile im Hochgebirge, die in Staatsbesitz stehen, wie es in einem dem Gesetzentwurf beigelegten Expertenbericht heisst.

Vor vier Jahren hatte Italiens geografisches Militärinstitut Alarm geschlagen, weil wegen des Klimawandels viele Gletscher geschmolzen waren und sich die Grenze bewegt hatte.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen