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Gretag Imaging entlässt 50 Angestellte

Gretag Imaging hat Probleme mit der Liquidität. Nach zu optimistischen Wachstums-Prognosen baut die Herstellerin von Foto- und Bildbearbeitungs-Geräten in Regensdorf/ZH rund 50 Arbeitsplätze ab. Die Börse reagiert heftig.

Die Zahlungssituation sei angespannt, bestätigte Firmensprecher und Geschäftsleitungs-Mitglied Thomas Harder einen Bericht des "Tages-Anzeigers" vom Mittwoch (14.02.). Gretag Imaging habe die Lieferanten dementsprechend informiert.

Nicht zahlungsunfähig

Die Liquidität sei aber nicht dramatisch. Gretag sei nicht zahlungsunfähig. Es gebe mehrere Gründe für den Rückgang der Bargeldreserven: so habe das Unternehmen nach teilweise künstlich hochgetriebenen Wachstumsraten seine Prognosen nach unten korrigieren müssen.

Zudem würden in der ersten Jahreshälfte 2001 Kosten für Neuentwicklungen anfallen. Mit entsprechenden Einnahmen sei erst ab Sommer zu rechnen.

Schliesslich stünden grössere Zahlungen des Hauptkunden Qualex aus. Mit dieser amerikanischen Kodak-Tochterfirma hatte Gretag Imaging bislang rund 50 Prozent des Umsatzes erzielt.

50 Stellen werden abgebaut

Gretag Imaging entlässt am Hauptstandort Regensdorf rund 50 Personen. Bei über der Hälfte der Betroffenen handle es sich um Temporär-Angestellte. Grund für den Stellenabbau seien tiefere Wachstums-Erwartungen und Unsicherheiten über den zu erwartenden Bestellungseingang. Ob auch an anderen Produktions-Standorten in Italien oder in den USA Stellen gestrichen werden, liess das Unternehmen offen.

Gretag Imaging beschäftigt weltweit 2'600 Personen. In Regensorf arbeiten derzeit rund rund 500 Angestellte. Die Firma ist in den vergangenen zwei Jahren sprunghaft gewachsen und hat den Umsatz und die Anzahl der Mitarbeiter nahezu verdoppelt. Schon Ende November war die Gewinn-Erwartung von 110 Mio. Fr. auf 45 bis 55 Mio. Fr. praktisch halbiert worden.

Heftige Reaktion an der Börse

Die Börse reagierte am Mittwoch mit einem massiven Kursabschlag auf die Meldungen. Die Titel des einstigen Börsenlieblings Gretag Imaging brachen bis um 14.00 Uhr um 21,5 Prozent auf 94,15 Fr. ein.

swissinfo und Agenturen


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