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Gutes Jahr für Nationalbank

Die Schweizerische Nationalbank schaut auf ein gutes Jahr zurück und erhöht ihre Lohntransparenz.

(Keystone Archive)

Mehr Lohntransparenz auch bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB): Die drei Direktoriums-Mitglieder verdienten 2001 insgesamt 1,65 Mio. Franken.

Dies sind 22'000 Franken mehr als im Vorjahr, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht ersichtlich wird. An die 40 Mitglieder des Bankrats, von denen 10 dem Bankausschuss angehören, wurden 447'000 Franken ausgezahlt.

Die Bezüge der SNB-Spitze wurden erstmals gesondert ausgewiesen. Neben den eigentlichen Löhnen sind in den Beträgen auch Repräsentations-Pauschalen enthalten.

Insgesamt stieg der Personalaufwand auf 83,9 (79,5) Mio. Franken. Der ordentliche Aufwand sank auf 425 (565) Mio. Franken. Die SNB führt dies fast ausschliesslich auf den tieferen Zinsaufwand zurück. Der Nettoerfolg erreichte 4,06 (0,46) Mrd. Franken.

Ausnahmejahr 2000

Der Bruttoerfolg der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stieg 2001 auf 4,49 Mrd. Franken (Vorjahr 1,03 Mrd.) gestiegen. Beim Gold belief sich der Ertrag auf 1,27 (-2,16) Mrd. Franken, bei den Devisenanlagen blieb der Ertrag mit 2,40 (2,38) Mrd. Franken fast unverändert.

Der Gesamterfolg lag mit 4,05 Mrd. Franken deutlich unter dem Vorjahreswert von 28,17 Mrd. Franken. Dieser war aber wegen der Neubewertung des Goldbestandes zu Marktpreisen aussergewöhnlich hoch ausgefallen, wie die SNB in ihrem Geschäftsbericht 2001 festhält.

1,5 Milliarden für Bund und Kantone

Bund und Kantone erhalten aus der Rechnung 2001 wiederum 1,5 Mrd. Franken. Mit dem laufenden Geschäftsjahr wird die SNB, wie bereits früher bekannt gegeben wurde, ihre Gewinnausschüttung während 11 Jahren auf 2,5 Mrd. Franken jährlich erhöhen.

Der Generalversammlung wird beantragt, den Aktionären weiter die gesetzliche Maximaldividende von 6% auszuschütten. Dass die Privataktionäre im Vergleich zu Bund und Kantonen nur mit Brosamen abgespiesen werden, hatte in den letzten Jahren immer wieder zu Kritik an den Generalversammlungen geführt.

Bewertungsgewinne auf Gold

Der Anstieg des Goldpreises auf 14'978 (14'335) Franken pro Kilo führte zu Bewertungsgewinnen von 1,50 Mrd. Franken. Ihnen standen Verluste von 0,32 Mrd. Franken aus Dollar-Devisen-Termingeschäften zur Absicherung künftiger Gold-Verkaufserlöse in Dollar gegenüber.

Auf den handelbaren Devisen-Anlagen erzielte die SNB wie bereits im Vorjahr Kapitalgewinne. Sie begründet dies mit den rückläufigen Zinssätzen den relevanten Anlagemärkten. Demgegenüber waren wegen der mehrheitlich tieferen Devisenkurse Wechselkursverluste von 0,50 Mrd. Franken zu verzeichnen.

Rückstellungen vorgenommen

Vom Gesamterfolg von 4,05 Mrd. Franken werden 357 Mio. der Rückstellung für die geplante Abtretung des für monetäre Zwecke nicht mehr benötigten Goldbestands zugewiesen. 830 Mio. Franken gehen zudem an die Rückstellung für Markt- und Liquiditätsrisiken auf Gold. Für Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken auf den übrigen Aktiven werden 1,36 Mrd. Franken zurückgestellt.

Die Rückstellungen werden laut SNB vor allem gebraucht, um Devisenreserven aufzubauen. Diese erlauben es ihr, im Fall einer Frankenschwäche am Markt zu intervenieren. Zudem stärken sie die Resistenz der Schweizer Volkswirtschaft gegen internationale Krisen und sichern damit das Vertrauen in den Franken.

swissinfo und Agenturen


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