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Handys ab sofort auf Fernsehempfang

Swisscom Mobile stellt den neuen Standard vor. CEO Carsten Schloter (rechts), und Markus Heiniger, Mitarbeiter. Keystone

Swisscom hat am Dienstag als erste das Netz des neuen Mobilfunk-Standards UMTS auch für die Privatkundschaft in Betrieb genommen.

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2004 - 17:27 publiziert

Zwar steht die Telekom-Konkurrenz ebenfalls bereit. Doch nur Swisscom-Kunden können als erste UMTS-kompatible Mobiltelefone kaufen.

Bis zum 1. Dezember werde das Netz des neuen Mobilfunkstandards UMTS fast 90% des bevölkerten Gebiets der Schweiz abdecken, teilte die Swisscom am Dienstag mit.

Dieses neue Multimedia-Netz wird parallel zum bisherigen GMS-Netz aufgebaut.

Mit neuen, UMTS-kompatiblen Handys sollen Fernsehen, Videoclips, 3-D-Spiele oder bewegte Bilder vom Gesprächspartner möglich sein. Bis Ende des Jahres werden rund 20'000 Kunden das Angebot nutzen, sagt Carsten Schloter, Chef von Swisscom Mobile.

Diese lanciert als erste Telekom-Anbieterin UMTS in der Schweiz. Ihre Konkurrenten stehen ebenfalls in den Startlöchern. Vor einigen Monaten bereits hatte Swisscom diesen Dienst Geschäftskunden zugänglich gemacht.

UMTS: Mobile Breitband-Telekommunikation

Die Datenübertragungstechnologie UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ermöglicht Übertragungsraten von bis zu 384 Kilobit pro Sekunde und ist die technische Voraussetzung für Breitband-Dienste wie Videotelefonie und mobiles Fernsehen.

In den Verkaufslokalen von Swisscom Mobile sind vorerst zwei UMTS-Gerätetypen von zwei Herstellern erhältlich. Anfang 2005 kommt ein drittes Gerät hinzu.

Immer und überall, privat oder beruflich

UMTS läuft auf einem neuen Netz, das parallel zum bestehenden GSM-Netz aufgebaut wird. Die Investitionen für dieses Netz der dritten Generation erreichen laut Schloter einen dreistelligen Millionenbetrag.

Ziel sei, dass der Kunde alle Formen der zwischenmenschlichen Kommunikation und der beruflichen Anwendung unabhängig von Ort und Technik nutzen könne, sagt Schloter.

Orange und Sunrise in den Startlöchern

Konkurrent Orange steht ebenfalls kurz vor der Inbetriebnahme eines entsprechenden UMTS-Netzes. Dieses ist für Geschäftskunden im Raum Zürich vorgesehen. Im nächsten Jahr wird das Netz auch Privaten zur Verfügung stehen.

Die Abdeckung durch Orange wird Ende 2004 bei 50% liegen. Auch Sunrise werde ab 2005 eine 50-prozentige Abdeckung bieten.

Zehn TV-Kanäle auch fürs Handy

Im Fernsehbereich bietet Swisscom zehn Kanäle an. Die Kosten für die Kunden belaufen sich je nach Dauer zwischen 4 und 12 Franken.

Bei den Video-Clips startet Swisscom mit 100 Filmen unter anderem aus den Sparten Sport, Musik, Cartoons und Erotik. Die Preise variieren je nach Angebot zwischen 0,5 und 6 Franken.

Dabei ist die Erotiksparte gemäss Schloter auf den Jugendangeboten nicht verfügbar.

UMTS-Beginn auch in Deutschland

Auch Vodafone D2 kam am Dienstag in Deutschland bei der Präsentation der ersten Hälfte ihres laufenden Geschäftsjahres 2004/05 auf das UMTS-Geschäft zu sprechen.

Das breite UMTS-Geschäft in 13 Ländern in der vergangenen Woche sei sehr gut angelaufen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jürgen von Kuczkowski.

"UMTS ist auch klar der Wachstumsmotor für die nächsten Jahre", sagte Kuczkowksi.

In Deutschland bietet Vodafone zum Weihnachtsgeschäft sieben neue UMTS-Telefone in allen Preisklassen an.

Vodafone D2 geht als erster deutscher Anbieter mit dem Multimedia-Standard UMTS in den Massenmarkt.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die UMTS-Technologie ist bei Ärzten und Konsumenten-Schützern umstritten.

Eine holländische Studie hatte ergeben, dass UMTS-Strahlen bereits bei relativ geringer Dosierung einen signifikant grösseren Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen haben als GSM-Strahlen.

Die Forschungsstiftung Mobilkommunikation der ETH Zürich führt derzeit eine ähnlich angelegte Studie durch.

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Fakten

Im Dezember 2003 zählte die mobile Telefonie in der Schweiz 6,189 Mio. Kunden.
2003 wurden 3,9 Mrd. Anrufe getätigt.
Das entspricht rund 5,1 Mrd. Kommunikations-Minuten.
Mit anderen Worten, ein Gespräch dauerte im Durchschnitt eineinhalb Minuten.

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