Herbsttagung des EFTA-Ministerrats

Grafik Zusammenarbeit zwischen EFTA und Mercosur swissinfo.ch

Die Europäische Freihandels-Assoziation (EFTA) hat am Dienstag (12.12.) in Genf Kooperations-Abkommen mit der Bundesrepublik Jugoslawien und dem Mercosur unterzeichnet. Der EFTA gehören neben der Schweiz noch Island, Norwegen und Liechtenstein an.

Dieser Inhalt wurde am 12. Dezember 2000 - 17:16 publiziert

Die EFTA will ihre Beziehungen auf Lateinamerika und Asien erweitern. Im November war mit Mexiko ein erstes Freihandelsabkommen mit einem Überseepartner unterzeichnet worden.

Dem Wirtschaftsverbund Mercosur gehören Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay an. Der Mercosur ist nach der EU und der NAFTA der weltweit drittgrösste integrierte Markt.

Ergänzung zur WTO

Das EFTA-Freihandelsnetz bilde einen integralen Bestandteil der Schweizer Aussenhandelspolitik, hiess es am Dienstag in einer Mitteilung des Schweizer Wirtschaftsministeriums. Die Abkommen stellten auch eine nützliche Ergänzung zu den Bestrebungen zur Liberalisierung des Welthandels im Rahmen der Welthandels-Organisation (WTO) dar.

Die Schweiz war letzte Woche von der WTO wegen der EFTA-Abkommen kritisiert worden. Regionale Abkommen können nach Angaben von WTO- Experten protektionistische Folgen haben. WTO-Generaldirektor Mike Moore hatte erklärt, es bestehe die Gefahr, dass mehrere Länder solche Abkommen als Ersatz für eine neue Welthandelsrunde betrachteten.

Südafrika und Asien

Themen der zweitägigen EFTA-Ministertagung in Genf sind auch die Beziehungen zur EU, insbesondere im Rahmen des EWR-Abkommens. Erörtert werden auch die laufenden Verhandlungen mit Chile, Kanada und Kroatien. Die EFTA strebt zudem Freihandelsverhandlungen mit Südafrika und Ländern im asiatischen Raum, etwa Singapur, an.

Die Schweiz wird bei der zweitägigen EFTA-Ministertagung von Bundesrat Pascal Couchepin vertreten. Das Freihandelsnetz der EFTA ist weltweit nach jenem der EU das zweitgrösste.

Die EFTA hat bisher Freihandelsabkommen mit 16 Nicht-EU-Staaten abgeschlossen. Mit sieben Ländern, insbesondere im Mittelmeerraum, laufen entsprechende Verhandlungen. Mit vier weiteren Ländern bestehen Zusammenarbeits-Erklärungen, die den ersten Schritt zu einem Freihandels-Abkommen darstellen.

swissinfo und Agenturen

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