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Hotellerie steigert Umsatz um 4 Prozent

Die Hotelbranche mussten 1999 einen leichten Rückgang bei den Übernachtungen hinnehmen, konnte den Umsatz aber um 4 Prozent steigern. Die Bettenbelegung sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,7 Prozent. Grund dürfte der Katastrophenwinter 1998/99 sein.

Dieser Inhalt wurde am 11. April 2000 - 13:31 publiziert

Die Hotelbranche mussten 1999 zwar einen leichten Rückgang bei den Übernachtungen hinnehmen, konnte den Umsatz aber um 4 Prozent steigern. Gemäss dem Trendbulletin der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredite (SGH) zeichnet sich eine leichte Verbesserung ab.

Im Trendbulletin werden die Erfolgskennzahlen von 136 Hotels mit denen des Vorjahres verglichen. Dadurch sei bereits im Frühling eine erste Einschätzung der Branchenentwicklung möglich, erklärte Hans Nanzer von der Geschäftsleitung der SGH am Dienstag (11.04.) vor den Medien.

Katastrophenwinter 1998/99

Die durchschnittliche Bettenbelegung sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,7 Prozent. Grund dürfte der Katastrophenwinter 1998/99 sein, der bei den saisonalen Betrieben zu grösseren Einbussen führte. Hingegegen konnte der Umsatz um 4 Prozent gesteigert werden. Laut Nanzer dürften dafür nebst höheren Preisen wieder bessere Umsätze in der Restauration verantwortlich sein. Der Personalaufwand der befragten Hotelbetriebe stagnierte bei 36,7 ( 0,1) Prozent des Umsatzes. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen sank leicht um 0,3 Prozent auf 29,7 Prozent des Umsatzes, was immer noch einem guten Resultat entspreche, so Nanzer.

Restriktive Kreditpolitik der Banken

Erstaunlicherweise sank der Finanzaufwand um 1 auf 9,2 Prozent, während der Betriebs-Cash-Flow um 0,2 auf 9,8 Prozent stieg. Diese Zahlen belegen laut SGH nebst den günstigeren Krediten der Jahre 1997/98 auch ein rückläufiges Verschuldungsniveau der Betriebe.

Nanzer rechnet aber wegen der restriktiveren Finanzierungspolitik der Banken und des hohen Investitionsbedarfes der Branche wieder mit einem Anstieg des Finanzaufwandes in den nächsten Jahren.

Immer mehr Richtung Zweiklassengesellschaft

Die Statistik verschleiere die Tatsache, dass sich die hochverschuldete Branche immer mehr in eine Zweiklassengesellschaft teile, sagte Nanzer. Mit dem neuen Branchenrating der Banken und der Belehnungsgrenze von 50 bis 60 Prozent des Ertragswertes dürfte es vielen Betrieben ans Lebendige gehen. Als Ganzes könne die Branche aber im laufenden Jahr von der besseren Konjunktur und dem guten Wintergeschäft profitieren.

Die SGH als gemischtwirtschaftliche Genossenschaft finanziert ausschliesslich Nachgangskredite oder gibt Bürgschaften für Bankdarlehen. 1998 musste die SGH einen Rekordverlust von 11 Mio. Fr. verzeichnen und erstmals eine Bundesgarantie von 9,3 Mio. Fr. beanspruchen.

swissinfo und Agenturen

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