Hotelplan zum dritten Mal in Folge mit Rekordergebnis

Die Migros-Tochter Hotelplan hat im Geschäftsjahr 98/99 zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt. Konzern- und Betriebsgewinn sowie Umsatz stiegen deutlich. Im angelaufenen Geschäftsjahr wird ungebrochenes Wachstum erwartet.

Dieser Inhalt wurde am 16. März 2000 - 14:42 publiziert

Die Reisebranche kann auf ein gutes Jahr zurückblicken. Nur einen Tag nach Kuoni hat auch Hotelplan für das vergangene Geschäftsjahr ein Rekordergebnis vermeldet.

Die zur Migros gehörende Hotelplan Gruppe konnte den Umsatz aus eigener Kraft um 9,4 Prozent auf 1,94 Mrd. Fr. steigern, gab am Donnerstag (16.03.) Claus M. Niederer, Geschäftsleiter der Hotelplan Gruppe vor den Medien bekannt. Den Konzerngewinn steigerte Hotelplan gleich um 23 Prozent auf 34,8 Mio. Franken.

Das neue Jahr gehe man mit grosser Zuversicht an, verkündete Niederer. Nach den aktuellsten Zahlen liege man umsatzmässig bereits um 14 Prozent über dem letzten Jahr. Keinen Grund zur Sorge bereitet Niederer die Kooperation von ITV mit Kuoni. Im Gegenteil, dies könne für Hotelplan sogar eine Chance bedeuten.

Bald 50 Umsatz im Ausland

Erstmals hätten die Auslandgesellschaften annähernd 50 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftet, teilte Niederer mit. Mit 51,7 Prozent nimmt die Schweiz umsatzmässig immer noch die stärkste Stellung ein. Der wichtigste Auslandmarkt mit 19,2 Prozent sind die Niederlande, gefolgt von Italien mit 12,2 Prozent und England mit 11,4 Prozent.

Zufrieden angesichts des harten Wettbewerbes zeigte sich Walter Güntensperger mit den Ergebnissen seiner Swiss Group. Man sei mit 996,9 Mio. Fr. nahe an die Umsatz-Schallmauer von einer Milliarde gelangt, verkündete Güntensperger. Bei den Passagieren konnte die Schweiz ein Wachstum von 6,5 Prozent im Tour-Operating verzeichnen.

Ebit-Rückgang im Schweizer Geschäft

Hingegen konnte der Vorjahresgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) nicht erreicht werden. Die Veränderung von -25,7 Prozent auf 19,1 Mio. Fr. führte Güntensperger auf ausserordentliche Umstände zurück. Die Rechnung sei belastet mit über 4 Mio. Fr. für Entschädigungen der Luxor-Opfer, einmalige Entwicklungskosten und Bonifikationen für die Mitarbeiter.

Die Hauptmarke Hotelplan hat innerhalb der Swiss Group rund 400 Mio. Fr. zum Umsatz beigetragen. Während Esco den Umsatz um 3,6 Prozent steigerte, legte der Billiganbieter M-Travel um 23,1 Prozent auf 152,2 Mio. Fr. zu.

Seit rund einem Jahr ist die Interhome Gruppe mit ihren Ferienwohnungen auf dem Internet präsent. Die Zahl der Buchungen habe sich im neuen Berichtsjahr bereits verdoppelt, sagte Niederer. Insgesamt konnte Interhome sowohl Umsatz wie Ertrag deutlich vergrössern.

Turn around in Frankreich

Die ausländischen Hotelplan-Töchter legten überproportional zu und trugen 120 (währungsbereinigt 94) Mio. Fr. zum Umsatzwachstum bei. In den Niederlanden sei der Reinertrag durch eine aggressive Preisgestaltung gedrückt worden, sagte Niederer. In England dagegen habe man nach Jahren der Expansion wieder eine klare Verbesserung des Ertrags erzielt.

Nach der Akquisition der Mailänder Turisanda ist Hotelplan in Italien zur Nummer Vier im Reisemarkt aufgerückt. Hotelplan Frankreich sei nach einer längeren Durststrecke komplett reorganisiert worden und dürfte dieses Jahr laut Niederer den Turnaround schaffen.

swissinfo und Agenturen

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