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Im Visier der Justiz

Gegen Percy Barnevik ermittelt die Justiz.

(Keystone)

Die überhöhten Pensions-Zahlungen der früheren ABB-Manager Percy Barnevik und Göran Lindahl haben in Zürich ein juristisches Nachspiel.

Die Zürcher Bezirksanwaltschaft III hat eine Strafuntersuchung gegen den Topmanager der ABB Percy Barnevik eingeleitet. Das meldete das deutsche Managermagazin in einem Vorbericht am Donnerstag. In Zürich wurde dies bestätigt.

Barnevik hatte sich 1996 am Verwaltungs-Rat vorbei eine Pensions-Zahlung von 148 Mio. Franken genehmigt. Im letzten November erfuhr der VR davon und Barnevik musste schliesslich auf dessen Druck 90 Mio. Franken auf zurückgeben (siehe Link).

Bezirksanwalt Daniel Tewlin erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagenturen, dass eine Anzeige eingegangen sei. Die Bezirksanwaltschaft sei aber ohnehin von Amtes wegen tätig geworden. Die Strafuntersuchung richte sich nicht nur gegen Percy Barnevik sondern auch gegen den früheren Ex-ABB-Konzernchef Göran Lindahl, sagte Tewlin.

Auch Lindahl, der Ende 2000 als ABB-Chef abgelöst worden war, hatte eine Millionen-Abfindung erhalten. Er kassiert 85 Mio. Franken als Pensionszahlung und andere Kompensationen.

ABB-Sprecher Thomas Schmidt erklärte, dass der Konzern keine Klage angestrengt habe, nachdem man sich mit Barnevik und Lindahl aussergerichtlich geeinigt habe. Zur Strafuntersuchung wollte der Sprecher keine Stellung nehmen.

Verantwortliche noch nicht definiert

Die Untersuchungen, die den Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung betreffen, richten sich auch gegen weitere Verantwortliche. Dabei kämen VR-Mitglieder in Frage, welche die Zahlungen veranlasst haben könnten, aber auch andere ABB-Organe, welche den entsprechenden Entscheid indirekt getroffen haben könnten, sagte Tewlin weiter. Der Kreis der von der Untersuchung Betroffenen sei noch nicht genau abgegrenzt.

Vergleich: Geld zurück

Im März hatten die Manager mit ABB einen Vergleich geschlossen. Danach zahlte der frühere Konzernchef und VR-Präsident Barnevik 90 Mio. Franken zurück. Im Falle von Lindahl einigte man sich auf eine Rückerstattung von 47 Mio. Franken.

Die Abfindungen für Barnevik und Lindahl hatten in der Schweiz für grosse Empörung gesorgt und die Diskussion über Managerlöhne neu lanciert.

swissinfo und Agenturen

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