Interesse zieht an

Keiner zu klein, die Expo-Baustellen zu besuchen. Expo.02

Allen Unkenrufen zum Trotz scheint sich die Schweiz nun doch für die Expo.02 zu interessieren. Die Zahl der Besuche auf den Baustellen ist unerwartet hoch.

Dieser Inhalt wurde am 15. Februar 2002 - 12:41 publiziert

Was einige Schweizer Medien schon vor Wochen prophezeiten, scheint nun Wirklichkeit geworden zu sein: Das allgemeine Interesse an der Schweizer Landesausstellung ist erwacht. Vorbei scheinen die Zeiten zu sein, da - angesprochen auf die Expo.02 - die standardisierte Antwort zu hören war: "Da geh ich sowieso nicht hin!"

Stimmungsumschwung

Ein Indikator für diesen offensichtlichen Stimmungsumschwung ist die unerwartet hohe Zahl von Besucherinnen und Besuchern auf den Baustellen der Expo.02. Knapp 100'000 Interessierte haben bisher eines der vier Areale im Drei-Seengebiet besichtigt. Eine erfreuliche Überraschung für die Expo.02-Macher, die ursprünglich lediglich von der Hälfte dieser Besucherzahl ausgingen.

Insgesamt 33'430 Menschen liessen sich vom April 2001 bis Ende Januar 2002 durch eine der vier Arteplages in Biel, Murten, Neuenburg oder Yverdon-les-Bains führen, teilte die Expo-02 am Freitag mit. Pro Arteplage fanden werktags durchschnittlich vier bis fünf Baustellenführungen mit ingesamt zwölf Guides statt.

Den Hauptharst an Baustellen-Besucher verzeichneten die beiden "Tage der offenen Türe": Rund 66'000 Interessierte besichtigten bei dieser Gelegenheit die Expo.02-Areale.

Kein Zurück bei den Finanzen

Auch die finanzielle Lage der Landesausstellung scheint sich allmählich zu konsolidieren. Die ständerätliche Finanzkommission (FK) stimmte nämlich einer weiteren Geldspritze von 120 Mio. Franken zu. Gleichzeitig genehmigte die FK - wie bereits vorher die entsprechende nationalrätliche Kommission - eine Umwandlung von 58 Mio. Franken Defizitgarantie in ein Darlehen.

Die zusätzlich gesprochenen Gelder seien eine bittere Medizin, die geschluckt werden müsse, hielt die FK am Freitag fest. Es gehe nicht an, drei Monate vor Ausstellungs-Eröffnung zum Rückzug zu blasen. Eine Kredit-Verweigerung würde im übrigen die Kosten für den Bund nicht verringern. Zudem wäre ein Imageschaden zu befürchten, begründete die FK ihren Entscheid.

Mit Novartis nach "Biopolis"

Jeden Tag werden zurzeit auch die Expo-Inhalte konkreter. So stellte am Freitag - 89 Tage vor Eröffnung der Expo.02 - der Pharmakonzern Novartis sein Projekt "Biopolis - Begegne deiner Zukunft" vor. "Biopolis" ist eine Stadt im Jahr 2022, in der zahlreiche heute noch als visionär geltende Ideen der Biomedizin Realität geworden sind.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen