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Intermill will Schadenersatz

Tiermehl hat in Getreidemehl nichts verloren. Keystone

Die Intermill AG fordert vom Bund Schadenersatz von 15 Millionen Franken. Der Bund habe der Mühle mit Tiermehl verunreinigtes Getreide geliefert.

Dieser Inhalt wurde am 04. Dezember 2001 - 20:53 publiziert

Vor einigen Wochen war die Getreidemühle Intermill AG in die Schlagzeilen geraten, weil in ihrem Brotgetreide Knochenpartikel gefunden worden waren. Nach Angaben von Intermill-Geschäftsführer Martin Wächter stammt das kontaminierte Getreide vom Bund selber.

Man habe dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die auf einer Mängelrüge basierende Schadenersatz-Forderung gestellt. Das BLW habe die Intermill-Mühle mit Getreide beliefert, das nachweislich mit Spuren von Mischfutter kontaminiert gewesen sei. "Für die Endprodukte gilt die Nulltoleranz, somit muss auch für die Rohstoffe das selbe gelten", sagte Wächter.

Bundes-Gelder sollen auch erlittenen Image-Schaden decken

In der geforderten Summe von 15 Millionen Franken sind neben den Kosten für Produkte-Rücknahmen und die Dekontaminierung des Betriebs auch Forderungen für den erlittenen Imageschaden enthalten.

Der Informationschef des BLW, Jürg Jordi, bestätigte den Erhalt der Forderung. Die Betreibungsklage von Seiten der Intermill sei bereits angekündigt worden. Die Umstände würden jetzt durch das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) abgeklärt.

Bei Kontrollen waren in Mehl und Futterkleie aus dem mittelgrossen Betrieb in Schöftland (AG) Verunreinigungen von Tiermehl gefunden worden. 26 Tonnen Futterkleie und 65 Tonnen Speisemehl wurden darauf beschlagnahmt oder zurückgerufen.

swissinfo und Agenturen

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