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IWF und Weltbank-Schweizer-Gruppen: Jugoslawien kommt dazu

Das Angebot, Jugoslawien beim IWF zu vertreten, hatte Bundespräsident Adolf Ogi (r.) dem neuen jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica im Oktober gemacht. Keystone

Nach jahrelanger Isolation wird Jugoslawien dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank sowie der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) beitreten. Belgrad kommt in die Schweizer-Gruppe. Bern hilft technisch und finanziell.

Dieser Inhalt wurde am 08. Dezember 2000 - 19:49 publiziert

Die jugoslawische Regierung hat am Dienstag (05.12.) beschlossen, sich den Schweizer Stimmrechtsgruppen der obgenannten Institutionen anzuschliessen. Damit werde Jugoslawien in den wichtigsten internationalen Finanzgremien vom schweizerischen Exekutivdirektor vertreten, teilten das Eidgenössische Finanz- sowie das Volkswirtschafts-Departement am Freitag (08.12.) mit.

Belgrad hoffe auf einen Betritt zu IWF und EBRD noch in diesem Jahr. Dagegen dürfte die Mitgliedschaft bei der Weltbank noch länger auf sich warten lassen. Zuerst müsse ein Plan erarbeitet werden, wie die noch bestehenden Schulden der ehemaligen Sozialistischen Bundesrepublik Jugoslawien getilgt werden sollen.

Hilfe aus Bern

Die Schweiz wolle die Demokratisierung und Wiedereingliederung Jugoslawiens in die Weltwirtschaft mit technischer und finanzieller Hilfe unterstützen. Voraussichtlich werde die Schweiz auch einen Überbrückungskredit bereitstellen, damit Belgrad seine Schulden gegenüber dem IWF bezahlen kann, hiess es aus der Schweiz.

Helvetistan gewinnt an Gewicht

Der Beitritt Jugoslawiens stärkt das Gewicht der von der Schweiz angeführten Stimmrechtsgruppen ("Helvetistan") bei den internationalen Finanzinstitutionen. Innerhalb der Gruppe wird Belgrad nach der Schweiz und Polen über das drittgrösste Stimmengewicht verfügen.

swissinfo und Agenturen

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