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Jetzt fliegt die Swiss

Swiss-CEO André Dose verabschiedet in Zürich-Kloten die Passagiere nach London.

(Keystone)

Die neue Airline Swiss hat ihren Flugbetrieb aufgenommen. Der erste Flug mit Swiss-Chef André Dosé an Bord führte am Ostersonntag von Basel-Mühlhausen nach Zürich-Kloten.

Flugkapitän Markus Chatelain begrüsste die Passagiere an Bord des "Jumbolino" mit den Worten: "Es ist mir eine grosse Freude und Ehre, sie zu diesem kurzen Flug zu begrüssen, den wir als Meilenstein betrachten."

Dieser Start läutete eine neue Ära in der Schweizer Luftfahrt ein und das Ende der 71-jährigen Geschichte der Swissair aus.

Dosé begrüsste Passagiere

Mit etwa halbstündiger Verspätung wegen des grossen Medienandrangs hob der Flug mit Kurs-Nummer LX2991 um 06.30 Uhr in Basel-Mülhausen ab, um kurz vor 07.00 Uhr in Zürich-Kloten zu landen.

Dort wurde die Maschine mit dem neuen Emblem von der Feuerwehr "getauft": Zwei Feuerwehrwagen standen links und rechts der Fahrbahn und spritzten bei der Ankunft der Maschine einen Wasservorhang.

Das Flugzeug hielt vor dem Wasservorhang kurz an, die Feuerwehr stellte das Wasser ab und die erste swiss-Maschine rollte weiter zu ihrem Standplatz. Nach der Ankunft in Zürich-Kloten begrüsste swiss-Chef Andre Dose persönlich die Passagiere des nächsten Swiss-Flugs nach London beim Abflug-Gate und gab Autogramme.

Historischer Moment

Andre Dose zeigte sich sichtlich stolz und erfreut über den Start der neuen Airline. "Das ist ein historischer Moment und etwas Aussergewöhnliches, diesen ersten Start erleben zu können", sagte er. "Wir sind stolz, dass wir das wirklich geschafft haben. Man hat uns über Monate hinweg gesagt, dass wir das nicht zu Stande bringen, schon gar nicht in dieser Zeit", sagte er. Das sei wirklich ein super Tag, sogar das Wetter sei herrlich: "Das ist ein guter Start für Swiss", sagte er.

Mit dem Start des ersten swiss-Fluges und dem Ende der Swissair geht eine 71 Jahre dauerndes Kapitel der schweizerischen Luftfahrtgeschichte zu Ende. Am Ostermontag landet der letzte Swissair-Flug, Flug SR 145 Buenos-Aires-Sao-Paulo-Zürich.

Bereits am Samstagabend wurde in Genf-Cointrin der letzte Swissair-Flug registriert. Flugkapitän Philippe Bozonnet verglich das Ende der Swissair im Westschweizer Fernsehen mit einem Trauerfall in der Familie und sprach damit das grosse Zusammengehörigkeitsgefühl der Swissair-Angestellten an.

Fast 10 Mio. Passagiere werden erwartet

Dose selber hatte sich in einem Interview des "SonntagsBlicks" zur Swissair nicht so traurig geäussert: "Auf den Swissair-Flügen war in den letzten sechs Monaten vieles nicht mehr so, wie es sein sollte. Im Vergleich dazu stellt unser Vollservie schon einen deutlichen Unterschied dar", sagte er.

Die neue Airline Swiss fliegt im Sommerflugplan mit 128 Flugzeugen insgesamt 126 Destinationen in 59 Staaten auf vier Kontinenten an. Im laufenden Jahr wird mit 9,8 Millionen Passagieren gerechnet. Die Zusammenarbeit mit American Airlines im Transatlantik-Geschäft soll bis Ende Jahr durch den Vollbeitritt zur Allianz OneWorld ergänzt werden.

Bund grösster Aktionär

Rund 2,3 Mrd. Franken stecken Politik und Wirtschaft in die neue Airline. Um im harten Wettbewerb bestehen zu können, kooperiert die Swiss zunächst mit der größten Fluglinie der Welt, American Airlines. Überzeugen will Swiss - nach eigenen Angaben - vor allem durch Qualität und Service.

Das Kapital der Swiss liegt zu gut 20 Prozent bei der Eidgenossenschaft, zu etwa zehn Prozent beim Kanton Zürich und zu gut vier Prozent bei weiteren Kantonen und Städten.

Die Großbanken UBS und Credit Suisse sind je mit etwa zehn Prozent, weitere Schweizer Grossunternehmen und Anleger mit insgesamt rund 45 Prozent an der Swiss beteiligt.


swissinfo und Agenturen

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