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Kasachstan hofft auf schweizerische Investoren

Das Innenstadtgebiet von Astana, der neuen Hauptstadt Kasachstans.

(Keystone Archive)

Bundesrat Pascal Couchepin hat bei seinem offiziellen Besuch in Kasachstan Gespräche mit Wirtschaftsvertretern geführt.

Das Land hofft, das Interesse schweizerischer Investoren wecken zu können. Der Präsident der kasachischen Nationalbank, Grigory Marschenko, versuchte, den schweizerischen Wirtschaftsminister davon zu überzeugen, dass Kasachstan zu einem Land der freien Marktwirtschaft geworden ist und über eine stabile Währung verfügt.

Keine einzige schweizerische Versicherungs-Gesellschaft sei auf dem kasachischen Markt vertreten, bedauerte Marschenko gegenüber Couchepin und rund 20 Geschäftsleuten aus der Schweiz, die den Bundesrat auf seiner Reise begleiten. Vor allem im Bereich der Lebens-Versicherungen sei sein Land dringend auf helvetisches Knowhow angewiesen.

Um das Vertrauen von Schweizer Investoren zu gewinnen, wartete Marschenko mit verschiedenen Zahlen auf: Die Inflationsrate liege derzeit bei etwa 6%. In den kommenden Jahren werde ein Wachstum von etwa 7% erwartet, und dies nicht nur dank des Erdöls.

Die Wirtschaft des Landes sei mittlerweile zu etwa 75% privatisiert, sagte er weiter. Er wies dabei auch auf die Unabhängigkeit der Zentralbank gegenüber dem Staat hin.

Hindernisse

Die Schweizer Unternehmen bleiben indes nach wie vor zurückhaltend. Die mentalen und administrativen Barrieren seien relativ hoch, sagte économiesuisse-Präsident Ueli Forster vor Ort. Ohne einen russischen oder türkischen Verbindungsmann sei es praktisch unmöglich, in Kasachstan Fuss zu fassen.

Andererseits werde in der Schweiz das Potenzial Kasachstans aber auch unterschätzt, sagte Forster weiter. So gebe es durchaus interessante Marktnischen, vor allem in der verarbeitenden Industrie. Immerhin habe sich die Schweizer Wirtschaft in der Vergangenheit in Bezug auf ausländische Märkte mutig gezeigt.

Als Schweizer Pionier auf dem kasachischen Markt gilt das freiburgische Familienunternehmen Boschung, das vor allem Strassenreinigungs-Fahrzeuge, Schnee-Fräsen und Glatteis-Detektoren produziert.

Es stiess bereits Anfang der Neunzigerjahre auf den kasachischen Markt vor, und heute sind die Boschung-Fahrzeuge in den Strassen von Almaty allgegenwärtig.

Joint ventures

Paul Boschung, Delegierter des Verwaltungsrats, erhielt während Couchepins Besuch vom kasachischen Wirtschaftsminister die Zusicherung, der Staat werde sich für ein Joint venture mit Boschung einsetzen. Derzeit bestehen bereits 50 schweizerisch-kasachische Joint ventures.

swissinfo und Agenturen

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