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KMU: Zwischen Start-Up und Gewerbe

Neue Technologien und die Globalisierung stellen die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vor Herausforderungen, die über das gewerbliche hinausgehen.

"Je weiter die Globalisierung vorangeht, desto mehr werden die kleinen und mittleren Unternehmen Lücken besetzen", sagt Pierre Triponez, FDP-Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes (SGV). "Auch das sogenannte traditionelle Gewerbe hat sich in den letzten 50 Jahren verändert."

Der SGV will neben den gewerblichen auch die Interessen der KMU vertreten, indem er sich für Rahmenbedingungen im Sinne einer freiheitlichen marktwirtschaftlichen Ordnung einsetzt. Gewerbefirmen sind Kleinunternehmen mit wenigen Angestellten, und unter KMU versteht man Firmen, die bis höchstens 250 Mitarbeitende beschäftigen.

Handwerker sind zuwenig online

Auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) ist bemüht, den KMU zu helfen. Es bereitet sie für Veränderungen vor: "So müssten beispielsweise Handwerker das Internet stärker nutzen", sagt Christian Weber, seco-Leiter der Task Force KMU.

Er berichtet von Beispielen, wo "intelligente Kassen" beim Coiffeur von sich aus neues Shampoo bestellen, oder von Bau-Polierern, die Baupläne direkt auf ihre Handheld-Computer laden. "Solche neuen Arbeitsweisen halten Kosten besser im Zaum", meint Weber. "Wir versuchen, in Kampagnen zu zeigen, was solche Mittel einem Betrieb bringen können."

Doch das Gewerbe bleibt skeptisch

Dass moderne Technologie seinen Gewerblern Nutzen brächte, weiss auch der SGV-Direktor Triponez. Doch weist er auch auf Probleme hin: "Moderne Technologien müssen wir auch nützen, um zu rationalisieren. Aber bei fast 300 verschiedenen Branchen genügt eine einzige technologische Lösung nicht."

Triponez sähe lieber andere staatliche Mittel als seco-Kampagnen, um KMU zu fördern: "Die Schweiz sollte nicht die Betriebe selber, sondern eher die Freiheit der KMU fördern." Am liebsten wären ihm Steuersenkungen und weniger Bürokratie.

Auch Weber weiss um die Skepsis der Gewerbetreibenden gegenüber neuer Technologie, doch er sieht keinen Weg daran vorbei. Der neue, kritische Wachstumsbericht aus dem Volkswirtschaftsdepartement spreche eine deutliche Sprache: "Wir haben uns zu lange auf nicht mehr vorhandenen Lorbeeren ausgeruht", schätzt Weber.

Swiss Economic Forum und Award

Möglichkeiten, solche Produktivitätssteigerung anzuwenden, werden am 5. Swiss Economic Forum (SEF) in Thun vorgestellt. Dort können Interessierte auch Erfahrungen austauschen. "Das SEF ist etabliert und ein Bedürfnis", sagt Pierre Triponez. Gerade für traditionelle Firmen sei die Nutzung neuer Technologien attraktiv. Am SEF lasse man sich darüber informieren.

Doch muss man als Gewerbler oder Mittelständler nicht nur technologisch fit sein. Bei der Kriterien, an wen der Swiss Economic Award vergeben wird, spielen auch Kreativität und klassische unternehmerische Fähigkeiten eine Rolle. Triponez, selber Jury-Mitglied, sagt: "Es geht nicht nur um technische Produkte, es kann auch einmal eine hervorragende Geschäftsidee oder die spezielle Qualität eines Unternehmers sein".

Philippe Kropf und swissinfo

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