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Konferenz für Rechtssicherheit <Br> im E-Commerce

Auch dieses Mädchen wird ihr Geld im Internet ausgeben - prophezeien die Analysten. Keystone

E-Commerce ist die Zukunft. Aber mit den steigenden Umsätzen, vermehren sich auch die Klagen, die den Internet-Handel betreffen. In Genf treffen sich Experten, um die rechtliche Lage zu besprechen.

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2000 - 19:17 publiziert

Der elektronische Handel ist heute mehr als das verbreitete Online-Shopping von Büchern und CDs. Hinter E-Commerce steht ein gigantischer Wirtschaftszweig, der den elektronischen Handel vorantreibt: Dieses Jahr wird der Umsatz im Netz auf über 650 Mrd. Dollar geschätzt. Bis in drei Jahren sollen es fast 7 Bio. sein, prognostizieren die Analysten.

Gleichzeitig nehmen die Streitfälle massiv zu. Allein in den USA wurden im letzten Jahr mehr als 18'600 Klagen registriert, die sich auf das Internet beziehen. 1998 waren es noch knapp 8'000 und 1997 lediglich 872 gewesen.

Mit dem Umsatz kommen die Probleme

Doch diese gigantischen Umsatz-Prognosen müssen vielleicht empfindlich gegen unten korrigiert werden: Allein in den USA wurden im letzten Jahr mehr als 18'600 Klagen registriert, die E-Commerce betreffen. 1998 waren es noch knapp 8'000 und 1997 nur 872 gewesen.

Ein grundsätzliches Problem ist die Rechtsunsicherheit. Weil das Internet grenzübergreifend ist, bestehen etliche Probleme, einzelstaatliche Gesetze durchzusetzen. Erst wenn verbindliche und durchsetzbare Normen bestehen, werden die nötigen Investitionen ins Internet gemacht werden, um E-Commerce flächendeckend abheben zu lassen.

WIPO gegen Rechtsunsicherheit

Um einer Lösung dieser Probleme näherzukommen, trafen sich am Montag (06.11.) 300 Experten zu einer internationalen Konferenz in Genf. Organisiert wird das Treffen durch die WIPO, die World Intellectual Property Organisation. Diese Organisation mit Sitz in Genf befasst sich mit dem Schutz von geistigem Eigentum. Letzmals in den Schlagzeilen war sie, als sie vor einigen Monaten eine Abteilung schuf, um Domain-Streitigkeiten beizulegen. Dies muss sich bereits mit 1'500 solchen Namens-Klagen befassen.

An der zweitägigen Konferenz werden verschiedene Probleme angesprochen werden: Neben den allgemeinen Umwälzungen welche E-Commerce mit sich bringen wird werden Domain Name Dispute Resolution, Applicable Law and Enforcement und Institutional Perspectives auf dem Programm stehen. In einzelnen Workshops geht es dann um Streitfälle bei Online-Auktionen, Application Service Providern (ASP) oder dem Kundendienst.

swissinfo und Agenturen

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