Krankenschwestern demonstrieren gegen Personalmangel

Zürcher Krankenschwestern und -Pfleger haben genug. http://www.aggp.ch/

Rund 1'500 Angehörige des Zürcher Gesundheits-Personals demonstrierten am Dienstagabend (24.10.) für bessere Arbeitsbedingungen und Sofortmassnahmen gegen den Personalmangel. Der kantonale Finanzdirektor versprach, die Anliegen zu prüfen.

Dieser Inhalt wurde am 24. Oktober 2000 - 22:39 publiziert

Die Zustände in den Spitälern seien unhaltbar und unverantwortbar, der Druck auf das Personal nehme wegen des Personalmangels ständig zu und mehr und mehr Angestellte verliessen die Spitäler wegen der unbefriedigenden Zustände. Das sagen die Demonstrierenden um die Gruppe "Aktion Gsundi Gesundheitspolitik" (AGGP).

"Ohne uns läuft nichts"

Die AGGP fordert Lohnerhöhungen, Rationierungsverzicht in der Medizin und ein Ende der Spitalschliessungen. Für diese Anliegen hatte sie schon im Mai in einer Grosskundgebung demonstriert. Unter dem Motto "Ohne uns läuft nichts" waren über 8'000 Personen - teils in weisser Arbeitskleidung - auf die Strasse gegangen.

Politik soll Verantwortung übernehmen

In einem Communiqué schreibt die AGGP, die Geduld der Pflegenden sei zu Ende. Vor dem Finanz-Departement übergaben die Demonstrierenden die Verantwortung für die Patientinnen und Patienten in den Zürcher Spitälern symbolisch an SVP-Finanzdirektor Christian Huber. Dieser wies in seiner Entgegnung auf bereits gemachte Zugeständnisse hin. Der Kanton wolle ein fairer Arbeitgeber sein und die Anliegen des Spitalpersonals prüfen.

Damit sprach er die Verhandlungen zwischen Kantonsregierung und Personal-Verbänden an, die am 21. November beginnen.

swissinfo und Agenturen

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