Kritik an Kinshasa wegen Mobutu-Geldern

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo hat der Schweiz jegliche Unterstützung im Fall der blockierten Gelder von Ex-Diktator Mobutu versagt. Dies sagte der Schweizer Botschafter Linus von Castelmur in Kinshasa.

Dieser Inhalt wurde am 22. Juli 2009 - 15:17 publiziert

"Die Schweiz hat mit grösstem Bedauern festgestellt, dass die kongolesische Regierung nie Hilfe in dem Dossier angeboten hat", sagte Von Castelmur an einer Pressekonferenz in der kongolesischen Hauptstadt.

"Die Schweizer Behörden haben unzählige (...) Versuche unternommen, Kontakt mit der kongolesischen Regierung aufzunehmen, um zu verhindern, dass die Gelder des verstorbenen Mobutu in die Hände seiner Erben geraten", sagte Von Castelmur. "Man kann jemandem sein Geld nicht zurückgeben, der es nicht will", folgerte der Botschafter.

Die Schweizer Behörden hatten vergangene Woche die seit 1997 in der Schweiz blockierten Gelder in der Höhe von 7,7 Millionen Franken freigegeben. Das Geld des Ex-Diktators geht damit definitiv nicht an die Demokratische Republik Kongo.

Einer der Erben, sein Sohn Nzanga, ist derzeit Vize-Premier und Landwirtschaftsminister der Demokratischen Republik Kongo.

Mobutu war von 1965 bis 1997 Diktator des damaligen Zaire. Er und seine Entourage sollen sich nach Schätzungen der UNO ein Privatvermögen von fünf Milliarden US-Dollar erschlichen haben. Er starb 1997 im Exil in Marokko.

swissinfo.ch und Agenturen

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