Lange Ladezeiten, falsche Links

Qualität im Internet lässt oft zu wünschen übrig. Keystone

Viele Websites sind unübersichtlich. Dies und andere Mängel hat eine Studie der Universität St. Gallen ergeben.

Dieser Inhalt wurde am 29. November 2001 - 16:46 publiziert

Die Benutzer ärgern sich am meisten über lange Ladezeiten, falsch gesetzte Links, Registrierungen und nicht aktualisierte Seiten. Das MCM Institut der Universität St. Gallen hat in Zusammenarbeit mit einer Marktforschungsfirma eine Studie zum Thema "Qualität im Internet" durchgeführt. Erfasst wurden Zahlungsbereitschaft und Qualitätsverständnis von Schweizer Internet-Benutzern.

Übersichtlichkeit geschätzt

Als wichtigstes Qualitätsmerkmal vor allem bei erstmaligem Besuch einer Website sehen die Internet-Benutzer und -benutzerinnen die Übersichtlichkeit einer Site. Hier wurde laut Studie auch der grösste Verbesserungs-Bedarf ausgemacht. Viele Websites seien nach wie vor nicht nach Kunden-Bedürfnissen organisiert, heisst es.

Bei der Gruppe der 30- bis 40-Jährigen sind Firmen-Homepages die beliebtesten Websites. Bei den Rentnern sind es vor allem Online-Tageszeitungen und Reisewebsites. Bei Hausfrauen werden Gesundheits- oder Wellness-Sites oft benutzt. Generell oft genutzt werden Portale.

Zertifizierung erwünscht

Laut der Studie wurde ein signifikant hoher Zusammenhang zwischen der inhaltlichen Qualität einer Website und der Loyalität zu ihr festgestellt.

Fast 40% aller Antwortenden wünschen sich eine Zertifizierungsstelle für hochwertige Websites und deren Inhalte. Als Qualitätsführer in der Schweiz wurden unter anderem Bluewin, UBS, NZZ oder die SBB-Website am meisten genannt.

Die Studie basiert auf Online Focus Groups sowie einem Fragebogen, der von über 700 Internet-Benutzern aus der Schweiz im September und Oktober 2001 ausgefüllt wurde. Sie gibt Hinweise auf die wichtigsten Qualitätsmerkmale, Verbesserungs-Bereiche und Ärgerpunkte von Websites, wie sie die Konsumenten wahrnehmen.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen